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04.01.2011

12:50 Uhr

Ölförderung

USA erleichtern Tiefseebohrungen im Golf von Mexiko

Sechs Monate nach Ende der Ölpest dürfen Shell und Chevron gestoppte Bohrprojekte in der Tiefsee wieder aufnehmen, wenn sie strengere Sicherheitsvorschriften erfüllen. Projekte die schon vor der Katastrophe liefen, müssen nicht neu auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft werden.

Tiefseebohrungen, die schon vor der Ölpest liefen, müssen nicht erneut auf ihre Umweltschädlichkeit geprüft werden. dpa

Tiefseebohrungen, die schon vor der Ölpest liefen, müssen nicht erneut auf ihre Umweltschädlichkeit geprüft werden.

Erstmals nach Ende der Ölpest sollen Konzerne im Golf von Mexiko wieder im großen Stil nach Öl bohren dürfen. Die US-Regierung will für 13 Unternehmen den Weg frei machen, Tiefseebohrungen fortzusetzen, die im vergangenen Frühjahr wegen der Ölpest nach der Explosion der BP-Bohrinsel "Deepwater Horizon" gestoppt werden mussten.

Washington will bereits laufende Projekte, die nur unterbrochen sind, nun nicht mehr erneut auf ihre Umweltverträglichkeit hin prüfen, wie das Innenministerium mitteilte. Damit sind aber noch nicht alle Hürden für die Bohrungen abgebaut. Die 13 Unternehmen, zu denen neben anderen Shell und Chevron gehören, müssen zunächst noch belegen, dass sie die strengeren Sicherheitsvorschriften erfüllen, die nach der Explosion der Bohrinsel im April 2010 eingeführt wurden.

Bei der größten Umweltkatastrophe in der US-Geschichte waren 780 Millionen Liter Rohöl ins Wasser ausgetreten. Die Ankündigung stellt keine Änderung der neuen, schärferen Regeln für Tiefseebohrungen dar, die das Ministerium erst im Dezember bekanntgegeben hatte. Denen zufolge werden neue Bohrvorhaben oder neue Genehmigungen für bereits erlaubte Projekte deutlich strenger überprüft als bislang. Für Bohrungen, die schon liefen, als die Bohrinsel des Ölkonzerns BP im Golf von Mexiko versank, gelte dies nicht in vollem Maße, wie aus der Behörde nun verlautete.

Die Regierung hatte ihr Verbot von Tiefseebohrungen bereits im Oktober vorzeitig wieder aufgehoben, dabei allerdings strengere Sicherheitsauflagen und eine bessere Überwachung angekündigt. Die Ölindustrie hatte zuletzt beklagt, dass die neuen Regeln zu scharf seien und ihr wegen der neuen, langwierigen Prüfungen neuer Bohrvorhaben hohe Kosten entstünden.

Kommentare (2)

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Norbert Röttgen

04.01.2011, 15:56 Uhr

Politik funktioniert eben genau, wie Lieschen Müller sich das vorstellt - wer eine Lobby hat, kommt weiter. Wird Zeit, dass Greenpeace daraus lernt und lukrative Aufsichtsratspöstchen vergibt!!

78oe

04.01.2011, 17:21 Uhr

ham´se noch nich genug?

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