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13.01.2007

11:51 Uhr

Ölstreit

Deutscher G8-Sherpa mahnt Russland

Der jüngste Ölstreit mit Russland führt dazu, dass die deutsche G8-Präsidentschaft die Unterzeichnung der Energiecharta durch Moskau wieder zum Thema auf dem Weltwirtschaftsgipfel im Juni in Heiligendamm machen wird. Das hat der Sherpa der Bundeskanzlerin, Wirtschaftsstaatssekretär Bernd Pfaffenbach, im Handelsblatt-Interview angekündigt

Deutschland drängt Russland zur Unterschrift. Foto: dpa dpa

Deutschland drängt Russland zur Unterschrift. Foto: dpa

HB BERLIN. „Wir sind nach wie vor überzeugt davon, dass die Energie-Charta einschließlich des Transitprotokolls der richtig Weg ist, um gegenseitiges Vertrauen aufzubauen.“ Zu dem mittlerweile beigelegten Streit sagte Pfaffenbach: „Die Vorfällen sind ärgerlich und haben nicht dazu beigetragen, das Vertrauen in feste Lieferbedingungen mit Russland zu stärken.“ „Russland muss verstärkt um Vertrauen der Kunden werben. Wir halten deshalb an dem Ziel der Charta fest“, betonte der deutsche G8-Sherpa. Das Land habe sich mit den Vorfällen selbst geschadet und das Vertrauen zerstört, dass die russische G8-Präsidentschaft 2006 „relativ erfolgreich“ aufgebaut hatte.

Zugleich sprach sich Pfaffenbach gegen eine Dramatisierung aus. „Man darf die aktuellen, wenn auch sehr ärgerlichen Ereignisse aber nicht zu sehr hochstilisieren. Es gibt keinen kompletten Vertrauensverlust gegenüber Russland.“ Es sei im Interesse aller, den Streit möglichst bald hinter sich zu lassen. Deutschland selbst habe keinen Anlass für Zweifel, dass Russland ein verlässlicher Lieferant bleibe. Zugleich verteidigte Pfaffenbach die deutsche Kritik. „Als EU-Präsidentschaft vertreten wir eben nicht nur die deutsche, sondern auch die EU-Position. Deshalb konnten und können wir den Vorfall nicht kommentarlos hinnehmen.“

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