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05.01.2010

16:03 Uhr

Ölstreit

Moskau und Minsk reden wieder miteinander

Der Ölstreit zwischen Russland und Weißrussland schwelt weiter. Immerhin reden die Geschäftspartner nun wieder miteinander, eine Lösung scheint möglich. Die Exporte nach Europa sollen von dem Konflikt nicht betroffen sein – der Rohölpreis ist aber wegen des kalten Winterwetters ohnehin schon im Aufwind.

In Schwedt an der Oder endet die Druschba-Pipeline. Noch kommt russisches Öl ungehindert in Deutschland an. ap

In Schwedt an der Oder endet die Druschba-Pipeline. Noch kommt russisches Öl ungehindert in Deutschland an.

HB MOSKAU. Im Ölstreit zwischen Russland und Weißrussland gibt es erste Zeichen einer leichten Entspannung. Aus Minsk sei eine Delegation zu Gesprächen über einen neuen Liefervertrag nach Moskau abgeflogen, sagte ein Sprecher der Regierung in Minsk am Dienstag nach Angaben der Agentur Interfax. Gleichzeitig unterzeichnete der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko Dokumente zur geplanten Bildung einer gemeinsamen Zollunion mit Russland und Kasachstan. Nach Angaben aus Moskau fließt trotz des Nachbarschaftsstreit unverändert russisches Öl nach Weißrussland, darunter auch Lieferungen an die EU.

Der Ölpreis hat sich am Dienstag wegen des frostigen Winterwetters in weiten Teilen der Nordhalbkugel deutlich oberhalb von 81 Dollar stabilisiert. Auch der zunehmende Optimismus über die globale Konjunkturentwicklung wirkte sich stützend auf die Rohölnotierungen aus, berichteten Händler. US-Rohöl der Sorte WTI zur Lieferung im Februar wurde zuletzt an der Warenterminbörse in New York bei 81,42 Dollar je Barrel festgestellt.

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