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28.04.2013

21:32 Uhr

Österreich

Konservative gewinnen Wahlen in Tirol

Die konservative ÖVP bleibt stärkste Kraft im österreichischen Bundesland Tirol. Bei den Regionalwahlen holte die Partei knapp 40 Prozent der Wählerstimmen und kann auch künftig den Regierungschef stellen.

Günther Platter bleibt aller Voraussicht nach der Tiroler Regierungschef. Reuters

Günther Platter bleibt aller Voraussicht nach der Tiroler Regierungschef.

WienBei den Regionalwahlen im österreichischen Bundesland Tirol hat die konservative ÖVP ihren Platz als stärkste Kraft verteidigt. Nach dem am Sonntagabend mitgeteilten vorläufigen Endergebnis kam die ÖVP auf knapp 40 Prozent und kann für sich beanspruchen, auch künftig den Regierungschef zu stellen. Das Amt dürfte damit erneut dem bisherigen Landeshauptmann Günther Platter zufallen.

Der Wahlgang endete mit einer deftigen Niederlage für den Euro-Skeptikers Frank Stronach, dessen Formation Team Stronach zuletzt in Nieder-Österreich und Kärnten in die Landesparlamente eingezogen war. In Tirol scheiterte das Team des Milliardärs mit 3,4 Prozent der Stimmen an der Fünf-Prozent-Hürde.

Zweitstärkste politische Kraft in Tirol sind mit 13,8 Prozent die Sozialdemokraten (SPÖ), gefolgt von den Grünen (12,1 Prozent), der rechtsextremen FPÖ (9,6 Prozent) und der neu gegründeten Liste Vorwärts Tirol (9,3 Prozent).

Die Bildung der Regionalregierung in Innsbruck dürfte Platter keine großen Probleme bereiten. Die ÖVP verfügt bereits über 16 von 36 Sitzen. Sie kann sich einen Koalitionspartner auswählen. Als wahrscheinlich kann ein Zusammengehen mit der SPÖ oder den Grünen angesehen werden. Die Liste Vorwärts Tirol, im wesentlichen eine Abspaltung von der ÖVP, hat vor der Wahl versichert, sie wolle nicht mit Platters Partei koalieren.

Platter kündigte an, er werde mit allen im Parlament vertretenen Parteien Gespräche führen. Die ÖVP ist in Tirol bereits seit 1945 an der Regierung. Das für Dienstag erwartete endgültige Auszählungsergebnis, in dem die Briefwahl-Stimmen enthalten sein werden, dürfte noch leichte Abweichungen bringen. Auch die Wahlbeteiligung wird erst am Dienstag endgültig feststehen. Abstimmungsberechtigt waren gut 530.000 Tiroler, die Beteiligung lag bei rund 60 Prozent.

Von

afp

Kommentare (4)

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ViktorSt

29.04.2013, 09:02 Uhr

Seit wann ist die FPÖ rechtsextrem? Offensichtlich hat Handelsblatt ernstzunehmende Probleme mit dem elementaren Demokratieverständnis.

Account gelöscht!

29.04.2013, 10:43 Uhr

Rechts-EXTREM???? Da wird eine Bürgerliche Partei als Rechtsextrem bezeichnet? Was bedeutet denn extrem für das Hanmdelsblatt? Extremisten suggerieren mir Gewalt und Antidemokratie. Bei Rechtsextrem denkt man automatisch an schlagende, pöbelnde und Gewalt bereite Glatzköpfe. Die FPÖ steht für nichts dieser Klischees und hat auch in der Vergangenheit mit keinen oder ähnlichen Aktionen der Art auf sich aufmerksam gemacht. Ist es ein Druckfehler, oder wird hier Propaganda und Hetze betrieben? Wie gewohnt dürfen sie natürlich auch diesen Kommentar wieder löschen, aber es ändert nichts an meiner Meinung.

Inbrevi

29.04.2013, 21:34 Uhr

@ViktorSt --// hat Handelsblatt ernstzunehmende Problem mit dem elementaren Demokratieverständnis.
Wäre natürlich möglich, doch denkbar, das würde den Schreiber dieses obigen HB-Beitrags entlasten,wären auch die Probleme mit der- diese freiheitliche Demokratie schützende- (Presse-) Zensur oder ein Kniefall um Subventionen zu retten.

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