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27.09.2012

19:36 Uhr

Österreich

Milliardär gründet Partei

Zur Parlamentswahl im Herbst 2013 wird in Österreich zum ersten Mal die Partei Team Stronach antreten. Der österreich-kanadische Unternehmer und Milliardär hat sie gegründet, um eine Euro-Reform durchsetzen zu können.

Entschlossene Haltung: Milliardär Frank Stronach will mit seiner neugegründeten Partei 2013 ins österreichische Parlament einziehen. Reuters

Entschlossene Haltung: Milliardär Frank Stronach will mit seiner neugegründeten Partei 2013 ins österreichische Parlament einziehen.

WienDer österreichisch-kanadische Unternehmer und Milliardär Frank Stronach hat eine neue Partei gegründet, mit der er bei der kommenden Parlamentswahl in Österreich nach eigenen Worten den ersten Platz erobern will. "Das ist ein sehr wichtiger Tag, der in die Geschichte Österreichs und auch in die Geschichte der Welt eingehen wird", sagte er am Donnerstag in Wien. Mit der Partei Team Stronach strebt er eine Reform des Euro und die Einführung einer Flat Tax in Österreich an. Die nächste Parlamentswahl in Österreich steht im Herbst 2013 an. Aktuellen Umfragen zufolge könnte Stronachs Partei auf zehn Prozent der Stimmen kommen und damit ohne Probleme ins Parlament einziehen.

Aktuell würden zehn Prozent der Österreicher Stronachs Partei wählen. Reuters

Aktuell würden zehn Prozent der Österreicher Stronachs Partei wählen.

Bereits vor der Parteigründung waren vier Abgeordnete anderer Parteien zu Stronach gewechselt, was ihm ein landesweites Antreten bei der Wahl ermöglicht. Einen fünften, der seiner Partei außerdem Fraktionsstatus verliehen hätte, stellte er am Donnerstag aber nicht vor. Stronach könnte nach Einschätzung von Meinungsforschern vor allem bei Wählern der rechtspopulistischen FPÖ und Politikverdrossenen punkten.

In seiner Ansprache teilte der 80-Jährige, der es als Unternehmer in Kanada zu einem Milliardenvermögen gebracht hatte, nicht nur gegen österreichische Politiker aus, sondern auch gegen die deutsche Bundeskanzlerin. Angela Merkel sei "entweder so dumm, dass sie nicht versteht, oder sie spielt mit den Banken mit", sagte Stronach in Bezug auf die EU-Politik der Kanzlerin.

Von

dapd

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

27.09.2012, 20:00 Uhr

Ich finde es ist höchste Zeit, dass man auch in Österreich gegen diesen Euro-Wahn etwas unternimmt. Bisher haben der Bundeskanzler, die Finanzministerin und der Notenbankpräsident(Nowotny) immer öffentlich (so wie unsere Frau Merkel) so getan als seien sie mit den Rettungsmaßnahmen nicht einverstanden, haben aber dann in Brüssel alles akzeptiert! Ich hoffe nur, dass bis zur Wahl 2013 auch in Deutschland eine wählbare neue Partei existiert, die eine Alternative zu dem bisher "alternativlosen" System des Schuldentransfers aller anderen Parteien (ohne Kommunisten) bietet!

nerokrault

27.09.2012, 20:04 Uhr

In Deutschland würde ein Milliardär nie eine Partei gründen - eigentlich brauchen wir hier solch charismatische Persönlichkeiten. Stattdem stopfen sich alle die Hosen voll mit Fressdiäten, die auch in der Superkrise wie aktuell, entgegen etwa französischen Politikersalären, noch schön aufgegeilt ähhh...erhöht werden. Einstimmig. Wie im Kaisertum.

R.Ruf

27.09.2012, 20:17 Uhr

Nowotny ist regelmäßiger Teinehmer der Bilderberg-Meetings und natürlich bedingungsloser Befürworter des "alternativlosen" Einheitseuros.
In Deutschland werden sich bis 2013 die "Freien Wähler" bundesweit organisiert haben, um bei der Bundestagswahl eine echte bürgerliche Alternative zu den Blockparteien UnionSPDGrünFDP anzubieten.

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