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09.01.2007

13:21 Uhr

Österreich

Schüssel legt Ämter nieder

Die große Koalition in Österreich startet ohne den bisherigen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Der 61-Jährige legte jetzt in der Folge seiner Wahlniederlage vom Oktober 2006 den Vorsitz der konservativen Volkspartei ÖVP nieder. Auch ein Ministeramt strebt er nicht mehr an. Zuvor hatte bereits der bisherige Finanzminister Karl-Heinz Grasser unerwartet seinen Rückzug aus der Politik erklärt.

Nicht in der großen Koalition: der amtierende österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Foto: dpa dpa

Nicht in der großen Koalition: der amtierende österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Foto: dpa

HB WIEN. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel gab am Dienstag in Wien bekannt, dass er in der künftigen großen Koalition mit den Sozialdemokraten kein Ministeramt in der Regierung übernehmen wird. Stattdessen soll er ÖVP-Fraktionsvorsitzender im Parlament werden.

Schüssels Nachfolge als ÖVP-Chef tritt kommissarisch der bisherige ÖVP-Fraktionschef Wilhelm Molterer an, der in der neuen Regierung auch das Finanzministerium und das Amt des Vizekanzlers übernimmt.

Zuvor hatte bereits der bisherige Finanzminister Karl-Heinz Grasser unerwartet seinen Rückzug aus der Politik erklärt. Der 38-jährige Grasser, der als Anhänger einer neo-liberalen Wirtschafts- und Finanzpolitik gilt, galt als Top-Kandidat für das Finanzministerium und möglicher Vizekanzler. Dieses Amt übernimmt der bisherige ÖVP-Fraktionschef Wilhelm Molterer.

Er werde auch das Amt des Vizekanzlers übernehmen, sagte Molterer. Das Außenministerium werde weiter die Amtsinhaberin Ursula Plassnik führen.

In Österreich steht nach langen Verhandlungen die neue Regierung: Sozialdemokraten (SPÖ) und konservative Volkspartei (ÖVP) wurden sich am Montag über die Bildung einer großen Koalition einig. Die SPÖ hatte vor drei Monaten die Parlamentswahl knapp vor der ÖVP gewonnen. Der 46-jährige SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer ist der nächste Bundeskanzler des Landes.

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