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26.08.2012

15:53 Uhr

Österreichischer Kanzler

Faymann will Griechenland mehr Zeit geben

Der österreichische Kanzler Faymann meint, die Krise und die Arbeitslosigkeit seien so groß, dass Griechenland es ohne Zeitaufschub nicht schaffen werde. Damit stellt er sich gegen die Bundesregierung.

Der österreichische Kanzler Werner Faymann. Reuters

Der österreichische Kanzler Werner Faymann.

WienÖsterreich stellt sich in der Frage eines Zeitaufschubs für Griechenland gegen die Bundesregierung. Während sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und Wirtschaftsminister Philipp Rösler am Wochenende erneut dagegen aussprachen, dem Mittelmeerland weitere Zugeständnisse zu machen, befürwortete der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann, den Griechen mehr Zeit zu geben. Die Krise und die Arbeitslosigkeit in Griechenland seien so groß, dass "sie es ohne Zahlungsaufschub nicht schaffen werden", sagte Faymann in einem am Sonntag veröffentlichten Interview dem Online-Portal der Tageszeitung "Österreich". "Das kann ein Aufschub von zwei oder drei Jahren sein - das sollen die Experten entscheiden."

Für den Verbleib des Landes in der Euro-Zone gab sich Faymann optimistisch: "Ich sehe ganz gute Chancen, dass wir mit Griechenland zu einem Ergebnis zu kommen, dass die Griechen sich an ihre Vereinbarungen mit der EU halten, dafür aber mehr Zeit für die Rückzahlung ihrer Schulden bekommen." Das Wichtigste sei, dass die Griechen ihre mit "uns vereinbarten Reformen und Sparziele einhalten". "Wenn das garantiert ist, befürworte ich einen Aufschub bei der Rückzahlung."

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich bei dem Treffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras ebenfalls für einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone ausgesprochen, aber keinen Hinweis auf weitere Zugeständnisse gegeben. Vor einer Entscheidung müsse der Bericht der Troika-Experten aus EZB, IWF und EU-Kommission, abgewartet werden, sagte sie. Der Bericht soll im Oktober vorliegen. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler sagte im ZDF, Griechenland müsse alle Reformvereinbarungen eingehalten. Auch ein Zeitaufschub sei nicht machbar, weil mehr Zeit immer auch mehr Geld bedeute. Ähnlich hatte zuvor auch Schäuble argumentiert.

Von

rtr

Kommentare (6)

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dur

26.08.2012, 16:57 Uhr

Die korrupten Ösis mussten ja garnichts - GARNICHTS - indirekt durch Steuern und Abgaben an Griechenland bezahlen wie die Deutschen durch die fanatische Merkelin.
Faymann soll seine spießigen innerpolitischen Turbulenzen in Ordnung bringen und nicht mit EU-Postulaten ablenken!! Oder er soll auf Urlaub nach GREXIA fliegen und dort den Armen Essen und Trinken bringen. Für 3 Monate. Back-to-the-roods.

Rumor

26.08.2012, 17:19 Uhr

Faymann ist Sozialdemokrat. Die haben sich europaweit abgesprochen den Griechen mit Zeitverzögerungen weitere Milliarden zukommen zu lassen.
Außerdem ist Faymann Teinehmer an Bilderberg-Konferenzen und in deren Netzwerk eingebunden. Da wird vorgegeben wie sich die Sozialdemokratie zu positionieren hat.

Edelzwicker

26.08.2012, 18:24 Uhr

Der österreichische Kanzler Faymann meint, die Krise und die Arbeitslosigkeit seien so groß, dass Griechenland es ohne Zeitaufschub nicht schaffen werde.
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Ja, Herr Faymann, dass die Korruption in Griechenland noch viel, viel größer ist als die Arbeitslosigkeit, haben Sie wohl noch gar nicht mitbekommen?
Und dass die Griechen komplett auf Hilfsgelder und Rettungsschirme verzichten könnten, wenn sie ordentlich, wie jeder andere Staat in Europa, ihre Steuern konsequent eintreiben würden, kommt Ihnen wohl erst gar nicht in Ihren sozialistisch-verseuchten Schädel?
Ich kann gar nicht sagen, wie mich solche Kretins ankotzen!

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