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05.11.2011

16:12 Uhr

Offene Kritik

Arabische Liga fordert Ende der Gewalt in Syrien

Die Arabische Liga hat Syrien aufgefordert, die Gewalt einzustellen und Zusagen einzuhalten. Man wolle ausländische Intervention verhindern. Trotz des Friedensplans kamen bei Gefechten in Homs drei Menschen ums Leben.

In der syrischen Stadt Homs kommt es weiterhin zu Ausschreitungen. Reuters

In der syrischen Stadt Homs kommt es weiterhin zu Ausschreitungen.

Kairo/AmmanDie Arabische Liga hat Syrien eindringlich aufgefordert, seine Zusagen zum Schutz von Zivilisten und zum Dialog mit der Opposition einzuhalten. Besorgt reagierte die Liga auf die jüngsten Nachrichten über weitere Gewaltakte in Syrien. „Ein Scheitern der arabischen Lösung würde zu katastrophalen Folgen für die Lage in Syrien und für die gesamte Region führen“, erklärte der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil Elaraby, am Samstag. Er bezog sich auf den mit Syrien vereinbarten Plan, der einen Abzug des Militärs aus den Städten und die Aufnahme eines politischen Dialogs mit der Opposition vorsieht. Das Bemühen der Liga ziele darauf ab, Syriens Sicherheit zu garantieren und eine „ausländische Intervention“ zu verhindern, sagte er. 

Zuvor war bekanntgeworden, dass in der von syrischen Regierungstruppen belagerten Stadt Homs mehrere Zivilisten umgekommen sind, weil Panzer die Stadt beschossen haben. Menschenrechtler und Einwohner sprachen von mindestens fünf Toten. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Die Angriffe gingen am Samstag trotz des Friedensplans der Arabischen Liga unvermindert weiter, teilte die Menschenrechtsorganisation Syrian Observatory mit. „Ganze Gebäude sind durch den Beschuss der Panzer ausgebrannt“, sagte ein Einwohner. „Die Brotvorräte gehen zur Neige, und die auf den Straßen von Kugeln getroffenen Menschen sterben an ihren Wunden, weil niemand zu ihnen gelangt.“ 

Der Aufstand gegen Präsident Baschar al-Assad dauert seit sieben Monaten an. Nach UN-Angaben wurden bislang mehr als 3.000 Menschen getötet. Die Regierung in Damaskus erklärte, ihr Kampf richte sich gegen militante Islamisten und bewaffnete Banden. In den Kämpfen seien 1.100 Soldaten und Polizisten getötet worden.

Von

rtr

Kommentare (1)

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kurzda

05.11.2011, 16:36 Uhr

" ..ihr Kampf richte sich gegen militante Islamisten und bewaffnete Banden .."
Das ist wohl nicht soweit hergeholt. Wollen die doch bessere Waffen aus der Türkei. Fragt man sich woher die Opposition überhaupt ihre Waffewn bezieht. Die gleiche Show wie in Libyen ? Wo jetzt Katar libysches Öl vermarkten darf

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