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25.07.2013

08:41 Uhr

Offiziell

Assange gründet Wikileaks-Partei

Die australische Parteilandschaft bekommt sehr prominenten Zuwachs: Julian Assange gründet in seinem Heimatland seine eigene „Wikileaks“–Partei. Sieben Kandidaten wollen in den Senat einziehen.

Julian Assange als Mitbegründer der Nachrichten Plattform WikiLeaks in einer Szene des Kinofilms „We Steal Secrets: Die WikiLeaks Geschichte“. Die Dokumentation kam am 11.07.2013 in die deutschen Kinos. Nun geht Assange auch in die Politik. dpa

Julian Assange als Mitbegründer der Nachrichten Plattform WikiLeaks in einer Szene des Kinofilms „We Steal Secrets: Die WikiLeaks Geschichte“. Die Dokumentation kam am 11.07.2013 in die deutschen Kinos. Nun geht Assange auch in die Politik.

SydneyWikileaks-Mitbegründer Julian Assange hat am Donnerstag offiziell seine eigene Partei gegründet. Ihre Grundwerte seien Transparenz, Verantwortung und Gerechtigkeit, schrieb der Gründer der Enthüllungsplattform in einem Gastbeitrag für die Zeitung „The Australien“. Die Wikileaks-Partei tritt demnach bei der Wahl des Senats mit sieben Kandidaten in den Bundesstaaten New South Wales, Victoria und Western Australia an. Ziel sei es, die besten investigativen Journalisten des Landes in das Oberhaus des Parlaments zu bringen.

Auch Assange selbst will sich in Victoria zur Wahl stellen. Der 42-jährige Australier harrt seit mehr als einem Jahr in der ecuadorianischen Botschaft in London aus, um einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen, wo ihm Sexualdelikte zur Last gelegt werden. Er fürchtet, letztlich an die USA ausgeliefert zu werden. Dort droht ihm wegen Geheimnisverrats eine lebenslange Haftstrafe.

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Den etablierten Parteien warf Assange vor, Gesetze heimlich und ohne Einbeziehung der Öffentlichkeit zu verabschieden. Eine Politik, die auf unzureichenden Informationen beruhe, werde seine Partei nicht akzeptieren, kündigte er an.

Die Wahl ist für November geplant. Premierminister Kevin Rudd will im Wahlkampf auch mit einer harten Linie gegen Asylsuchende punkten. Die Regierung hatte in der vergangenen Woche angekündigt, ab sofort keine Bootsflüchtlinge mehr aufzunehmen und diese direkt in das arme Papua Neuguinea zu schicken. Eine der ersten Aktionen seiner Partei werde es sein, eine detaillierte Veröffentlichung des bilateralen Abkommens zu verlangen, schrieb Assange.

Von

afp

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

25.07.2013, 09:19 Uhr

Gute Sache die auch zeigt dass die Menschen weltweit die Schnauze von den Politikern und Systemen voll haben.

Account gelöscht!

25.07.2013, 10:02 Uhr

Und direkt daneben die headline:
"Kennedy Tochter wird US-Botschafterin in Japan."

Ohne der sicherlich netten Dame zu nahe treten zu wollen (ich kenne sie ja überhaupt nicht):
Da wird wieder der Bock zum Gärtner gemacht.
Systeme eben.

@Karstenberwanger: Genau so sehe ich es auch.

Freidenker

25.07.2013, 10:06 Uhr

@karstenberwanger

Dann müssen Sie aber den MENSCHEN abschaffen!! UND VORALLEM DAS GELDSYSTEM ÄNDERN!! MENSCHEN SIND KÄUFLICH!! UND GELD VERDIRBT DEN CHARAKTER !

Ja die Menschen haben die Nase voll...sind aber doch nicht wesentlich besser als die Politiker...nämlich gierig!! ES IST DIE GIER DIE JEDEN AUFFRISST UND SOMIT DAS HUMANE, SOZIALE SYSTEM!!

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