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04.11.2014

16:28 Uhr

Offizielle Angaben

Mehr als 40 Prozent von Chinas Ackerland verseucht

China ist das bevölkerungsreichste Land der Erde, doch ausreichend Nahrung für seine 1,4 Milliarden Einwohner zu produzieren wird immer schwieriger. Inzwischen sind offiziell mehr als 40 Prozent des Ackerlands verseucht.

In China sind nach offiziellen Regierungsangaben mehr als 40 Prozent des Ackerlands verseucht und nicht mehr für den Anbau zu gebrauchen. dpa

In China sind nach offiziellen Regierungsangaben mehr als 40 Prozent des Ackerlands verseucht und nicht mehr für den Anbau zu gebrauchen.

PekingMehr als 40 Prozent des chinesischen Ackerlandes ist nach offiziellen Angaben geschädigt. So werde in der Provinz Heilongjiang im Nordosten der Volksrepublik der fruchtbare Boden dünner, während im Süden des Landes viele Felder versauert seien, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag unter Berufung auf das Agrarministerium. Damit wird es für chinesische Bauern schwieriger, genügend Nahrungsmittel für das bevölkerungsreichste Land der Erde mit seinen fast 1,4 Milliarden Einwohnern zu produzieren.

Ackerland kann auch etwa durch Erosion oder Umweltverschmutzung geschädigt werden. Die Entwicklung bereitet der Staatsführung Sorgen, weil durch den jahrelangen Wirtschaftsboom viele Gewässer und Böden verseucht sind. Zugleich wächst mit dem Wohlstand die Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln. Die Regierung hatte bereits im März bekanntgegeben, dass eine Fläche so groß wie Belgien so stark belastet sei, dass sie von Bauern nicht mehr genutzt werden könnten.

Die fünf großen Gefahren für Chinas Wirtschaftswachstum

Immobilienblase

Seit Jahren schießen die Immobilienpreise in Chinas Großstädten in ungeahnte Höhen - seit Monaten mehren sich jedoch Zeichen für einen Kollaps.

Schattenbanken

Neben den trägen Staatsbanken hat sich in China ein großer Markt von nicht-registrierten Geldinstituten etabliert, die der Staat bislang nicht kontrollieren kann.

Faule Kredite

Banken haben ohne genaue Prüfung Firmen immense Kredite für unproduktive und verschwenderische Investitionen gegeben.

Überkapazitäten

Mit Subventionen der Regierung haben viele Branchen gewaltige Überkapazitäten aufgebaut, beispielsweise die Solarindustrie. Aber sie werden ihre Produkte nicht los.

Internationale Krisen

Chinas Wirtschaft hängt vom Export ab. Geraten wichtige Abnehmerländer in Krisen, hat auch China Probleme.

Xinhua zufolge will die Regierung nun bis zum Jahr 2020 große, zusammenhängende Ackerflächen schaffen. Sie sollen gegen Dürren und Überschwemmungen widerstandsfähiger sein. Zudem sollten Gesetze erlassen werden, mit denen Böden besser geschützt werden könnten. Experten zufolge ist dies bislang schwierig, weil Umweltverschmutzer nur schwer zur Rechenschaft gezogen werden können.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Billyjo Zanker

04.11.2014, 17:39 Uhr

Ist denn das nicht für zivilisierte Welt genug „Anschauungsmaterial“ um zu erkennen wohin die weiter ungebremste Vermehrung der Menschheit nimmt?

Es wird nicht nur der Boden vergiftet, Weltweit, sondern ebenso die Luft für alle Lebewesen, die Umwelt zerstört., und dieses ist erst der Anfang
Kein Lebewesen auf Erden ist so dumm, (außer unserer Spezies) und zerstört seinen eigenen Lebensraum durch Massenvermehrung und Zerstörung des eigenen Lebensraumes.

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