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04.01.2014

09:37 Uhr

Olympia

Russland will Proteste zulassen – nach Absprache

Der russische Präsident Wladimir Putin beugt sich: Um der Olympischen Charta gerecht zu werden, lässt er nun doch Proteste zu – allerdings nur, wenn sie bis ins kleinste Detail mit der Stadt Sotschi abgesprochen sind.

Vladimir Putin spricht beim International Olympic Committee (IOC) im Mai 2013: Nun will er Proteste während der Olympischen Spiele doch zulassen. dpa

Vladimir Putin spricht beim International Olympic Committee (IOC) im Mai 2013: Nun will er Proteste während der Olympischen Spiele doch zulassen.

MoskauFünf Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Sotschi hat der russische Präsident Wladimir Putin die scharfen Sicherheitsvorkehrungen zumindest ein wenig gelockert. Protestgruppen hätten nun doch Gelegenheit zu politischen Demonstrationen, müssten ihre Kundgebungen aber bis ins kleinste Detail mit der Stadt Sotschi absprechen. Ein entsprechendes Dekret habe Putin unterzeichnet, teilte der Kreml am Samstag in Moskau mit.

Der Inlandsgeheimdienst FSB hatte die Änderung bereits angedeutet. Diese seien nötig, um der Olympischen Charta gerecht zu werden, hatte der FSB betont. Kritiker beklagen aber weiterhin, der Kreml schirme die Winterspiele und die anschließenden Paralympics mit einer beispiellosen Sicherheitszone vom 7. Januar bis 21. März 2014 ab.

Unter anderem hatten Homosexuellenverbände gefordert, in Sotschi gegen Diskriminierung protestieren zu dürfen. In Russland ist ein international umstrittenes Verbot von Homosexuellen-Propaganda in Kraft. Dies stellt positive Äußerungen über gleichgeschlechtliche Lebensweisen vor Minderjährigen unter Strafe.

Putin hatte am Vortag bei einem Besuch in Sotschi eine „totale Kontrolle“ der Olympia-Vorbereitungen angekündigt. Zuletzt hatten Anschläge in Wolgograd Zweifel an der Sicherheit der Spiele geschürt.

Von

dpa

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