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01.02.2014

09:53 Uhr

Olympische Winterspiele

Russland bestraft Journalisten wegen „Homo-Propaganda“

Die Organisation Human Rights First bemängelt, die Unterdrückung der Bürgerrechte durch Russland. Ein Journalist wurde verklagt, weil er einen schwulen Lehrer zu Wort kommen ließ. Das ist kein Einzelfall.

Der Olympia Park in Sotschi: Russland hält auch vor Olympia weiter an seiner Null-Toleranz-Politik in Bezug auf Homosexualität fest. dpa

Der Olympia Park in Sotschi: Russland hält auch vor Olympia weiter an seiner Null-Toleranz-Politik in Bezug auf Homosexualität fest.

MoskauDie Verurteilung eines russischen Journalisten wegen „Homosexuellen-Propaganda“ stößt auf Kritik von Menschenrechtlern. Der Reporter Andrej Saturin aus Chabarowsk im Fernen Osten war zu 50.000 Rubel (etwa 1060 Euro) Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte einen schwulen Lehrer zu Wort kommen lassen, der wegen seiner Sexualität entlassen worden war.

Wenige Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Sotschi handele es sich um ein „klares Signal, dass Russland kein Interesse hat, die Unterdrückung der Rechte seiner Bürger zu stoppen“, erklärte die Organisation Human Rights First in der Nacht zu Samstag.

Zudem zeigten sich Aktivisten besorgt über ein Verfahren gegen die Journalistin Jelena Klimowa wegen „Homo-Propaganda“. Die 25-Jährige hatte in sozialen Netzwerken eine Gruppe gegründet, in der sich jugendliche Schwule und Lesben austauschen können. „Falls das Netzwerk geschlossen würde, hätten junge Homosexuelle keinen einzigen Ort, an dem sie offen über sich reden und hilfreiche Ratschläge erhalten können“, sagte Klimowa. „Das wäre eine Katastrophe.“

In Russland sind positive Äußerungen über Homosexualität vor Minderjährigen seit Sommer 2013 verboten - allen internationalen Protesten zum Trotz.

Von

dpa

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