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06.10.2016

20:45 Uhr

Opec und Russland

Informelle Öl-Gespräche in Istanbul geplant

Vergangenen Monat haben die Opec-Länder eine Öl-Förderbegrenzung angekündigt. Beim nächsten offiziellen Treffen möchte man auch Russland mit ins Boot holen.

Die arabischen Länder sind von Ölfeldern geprägt. Die kürzlich beschlossene Förderbegrenzung möchte man künftig auch auf Nicht-Opec-Länder ausweiten. AP

Öl-Förderbegrenzung

Die arabischen Länder sind von Ölfeldern geprägt. Die kürzlich beschlossene Förderbegrenzung möchte man künftig auch auf Nicht-Opec-Länder ausweiten.

DubaiVertreter des Ölförderkartells Opec und Russland wollen sich in der kommenden Woche zu informellen Gesprächen in Istanbul treffen. Russlands Energieminister Alexander Nowak sagte am Donnerstag laut Agentur Ria, er plane einen Gedankenaustausch mit Opec-Generalsekretär Mohammed Barkindo. Außerdem wolle er mit den Ministern anderer Ölländer über die Vereinbarung der Opec-Länder vom vergangenen Monat in Algerien zur Förderbegrenzung sprechen.

Aus Opec-Kreisen verlautete, auch Energieminister aus Saudi-Arabien, Iran und Irak würden erwartet. Mit einem Beschluss in Istanbul werde nicht gerechnet. Das Treffen biete aber die Chance für die Vertreter, die nächsten Schritte nach der Zusammenkunft in Algerien zu beraten.

Das informelle Treffen der Opec-Mitgliedsländer und anderer Öl-Förderstaaten soll vom 8. bis 13. Oktober in Istanbul stattfinden. Unter dem Druck des Ölpreisverfalls hatten sich die Opec-Länder Ende September erstmals seit acht Jahren darauf verständigt, ihre Fördermengen mäßig zu drosseln. Die genauen Mengen sollten beim nächsten offiziellen Opec-Treffen am 30. November festgelegt werden. Dann sollen auch Nicht-Opec-Staaten wie Russland aufgefordert werden, ihre Produktion zu begrenzen.

Der Ölpreis stieg angesichts der Aussicht auf eine mögliche Drosselung der Fördermengen an und lag mit 52,55 Dollar für ein Fass (159 Liter) der Sorte Brent 1,3 Prozent höher als am Vortag.

Von

rtr

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