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18.07.2016

08:21 Uhr

Opfer von Baton Rouge

Polizist schrieb vor Tod bewegenden Facebook-Post

Unter den am Sonntag in Baton Rouge ermordeten Polizisten war auch der Afroamerikaner Montrell Jackson. Nur wenige Tage zuvor schrieb er einen Facebook-Post über sein Leben als schwarzer Polizist.

Am Sonntag wurde Jackson bei einem Attentat getötet. AFP; Files; Francois Guillot

Polizist Montrell Jackson

Am Sonntag wurde Jackson bei einem Attentat getötet.

Baton RougeNur wenige Tage vor seiner Ermordung verfasste ein Polizist in Baton Rouge einen bewegenden Facebook-Post über sein Dasein als Beamter und Afroamerikaner. Er sei „physisch und emotional“ erschöpft, schrieb Montrell Jackson laut seiner Bekannten Erika Green. In seiner Uniform ernte er böse, hasserfüllte Blicke, und wenn er aus ihr herausschlüpfe, werde er als Bedrohung betrachtet.

Der Facebook-Beitrag stammt vom 8. Juli. Drei Tage zuvor war der Afroamerikaner Alton Sterling in Baton Rouge von Polizisten erschossen worden.

Der Vorfall sollte der Auftakt einer extrem gespannten Phase im historisch belasteten Verhältnis zwischen schwarzen und weißen Bürgern in den USA. Einen Tag später wurde in St. Paul im Staat Minnesota ein weiterer Schwarzer, Philando Castile, während einer Verkehrskontrolle von einem Beamten erschossen; seine neben ihm im Auto sitzende Freundin stellte ein Video von ihrem blutüberströmten Partner per Livestream auf Facebook. Und am Tag darauf eröffnete ein schwarzer Heckenschütze während einer Anti-Rassismus-Demo in Dallas das Feuer auf Polizisten. Fünf Beamte starben.

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Am Sonntag kam es daraufhin zur Bluttat in Baton Rouge. Montrell Jackson war einer der drei Beamten, die von einem als Schützen verdächtigten Ex-Marinesoldaten aus dem Hinterhalt getötet worden sein sollen. Seine Bekannte Green sagte der Nachrichtenagentur AP, sie sei mit Jacksons Familie befreundet und habe dessen Botschaft auf Facebook gelesen.

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Wieder sterben Polizisten in den USA durch eine bewaffnete Attacke, diesmal in Baton Rouge. Präsident Obama mahnt zur Eintracht - und nimmt dabei vor allem die Politiker in die Pflicht.

„Das sind herausfordernde Zeiten“, schrieb Jackson. „Bitte lasst den Hass nicht eure Herzen infizieren.“

Nach Angaben seines Halbbruders Kedrick Pitts hinterlässt Jackson eine Frau und einen vier Monate alten Sohn.

Von

ap

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