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06.01.2007

11:23 Uhr

Opfer wurden zunächst gefesselt

Rebellen töten 43 Menschen im indischen Assam

Separatistische Rebellen haben bei einer Serie von Anschlägen im Bundesstaat Assam im Nordosten Indiens nach Polizeiangaben in der Nacht zum Samstag mindestens 43 Menschen getötet.

HB GUWAHATI. Separatistische Rebellen haben bei einer Anschlagsserie im Nordosten Indiens nach Polizeiangaben mindestens 43 Menschen getötet. Schwer bewaffnete Kämpfer der Rebellengruppe ULFA hätten unter anderem mindestens zwölf Menschen, zumeist Arbeiter einer Ziegelei und Milchverkäufer, in einem abgelegenen Dorf Bundesstaats Assam niedergeschossen, teilte die Polizei am Samstag mit. Auf einem belebten Markt in der Stadt Doomduma seien acht Händler erschossen worden. Sieben Arbeiter seien bei zwei weiteren Angriffen getötet worden.

„In jeder Rebellengruppe waren ungefähr zehn Männer“, sagte ein Polizist. „Sie griffen die Arbeiter an, als diese gerade ihr Abendessen bereiteten.“ Zeugen zufolge hätten die vermummten Angreifer ihre Opfer erst an Händen und Füßen gefesselt, bevor sie sie töteten. Die Behörden verschärften sie Sicherheitsvorkehrungen und kündigten an, gegen die Aufständischen vorzugehen.

Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand. Die Polizei und Sicherheitsexperten machen jedoch die ULFA dafür verantwortlich. Mit den Angriffen wollten die Rebellen Angst und Schrecken verbreiten, erklärte die Polizei. Einer jüngsten Meinungsumfrage in einem Teil des an Öl und Tee reichen Bundesstaats zufolge lehnen etwa 90 Prozent der Einwohner die separatistischen Forderungen der ULFA ab. Seit Beginn des Aufstands in Assam 1979 kamen in dem Konflikt mehr als 20.000 Menschen ums Leben.

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