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20.01.2014

08:17 Uhr

Opposition empört

UN lädt Iran zu Syrien-Konferenz ein

Am Mittwoch beginnt die Syrien-Friedenskonferenz. Jetzt kann auch auch der Iran teilnehmen, zumindest am Auftakt. Schon das erweist sich als problematisch: Die Exil-Opposition ist wütend und die USA sind skeptisch.

Opposition empört

UN-Generalsekretär lädt Iran zu Syrien-Konferenz ein

Opposition empört: UN-Generalsekretär lädt Iran zu Syrien-Konferenz ein

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New York/IstanbulDer Iran hat in letzter Minute doch noch eine Einladung zur Syrien-Friedenskonferenz erhalten. „Der Iran muss Teil einer Lösung für die Krise in Syrien sein“, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Sonntag (Ortszeit) bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in New York. Deswegen habe er dem Iran eine Einladung zum Auftakt der Konferenz am Mittwoch im schweizerischen Montreux geschickt.

Die syrische Opposition reagierte sehr verärgert auf die Einladung Irans. Ein Sprecher sagte dem US-Nachrichtensender CNN aus der Türkei in der Nacht zum Montag telefonisch, in diesem Fall „müssen wir zum Reißbrett zurückgehen“. „Wir wollen nicht mit dem Iran verhandeln, wir wollen mit dem (Assad)-Regime verhandeln. Bevor wir (zur Konferenz) gehen, muss der Iran erklären, dass er alle mit ihm verbündeten Kämpfer (innerhalb Syriens) abzieht, sagte der Sprecher. Laut BBC drohte er sogar mit dem Fernbleiben der Opposition, falls Ban die Einladung nicht zurückziehen werde.

Auch die USA hatten sich besorgt über die Einladung geäußert. Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Jen Psaki, erklärte: „Wenn der Iran das Genfer Kommuniqué nicht vollständig und öffentlich akzeptiert, muss die Einladung widerrufen werden“.

„Der Iran muss Teil einer Lösung für die Krise in Syrien sein“, findet UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. AFP

„Der Iran muss Teil einer Lösung für die Krise in Syrien sein“, findet UN-Generalsekretär Ban Ki Moon.

Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif habe ihm in den vergangenen Tagen immer wieder versichert, dass er die Grundlagen und Ziele der Konferenz anerkenne, sagte Ban. Daraufhin habe er sich zu einer Einladung für das Land entschieden. Sie gelte aber nur für den Auftakt der Konferenz, nicht für die Fortsetzung in Genf zwei Tage später. Der Iran ist neben Russland einer der Unterstützer des Regimes von Baschar al-Assad in Syrien.

Kommentare (1)

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20.01.2014, 18:14 Uhr

Kann man den Iran zu diesen Gesprächen einladen und Israel , als direkten Nachbarn Syriens und einem dem es wirklich was angeht nicht ?

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