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07.01.2015

10:26 Uhr

Opposition erstarkt

Sri Lanka wählt Präsidenten

Sri Lanka wählt am Donnerstag seinen Präsidenten. Kurz vor der Wahl ist die Opposition erstarkt. Mahinda Rajapaksa ist dagegen schon zehn Jahre im Amt – und setzt auf seine Erfolge in der Vergangenheit.

Amtsinhaber: Sri Lankas Präsident Mahinda Rajapaksa. Reuters

Amtsinhaber: Sri Lankas Präsident Mahinda Rajapaksa.

ColomboBei der Präsidentenwahl an diesem Donnerstag in Sri Lanka sieht sich Amtsinhaber Mahinda Rajapaksa (69) mit einer erst kurz vor der Wahl gebildeten Oppositionsbewegung konfrontiert. An deren Spitze steht der bisherige Gesundheitsminister des Inselstaates, Maithripala Sirisena (63).

Viele Sri-Lanker halten Rajapaksa zugute, dass er den Jahrzehnte langen Bürgerkrieg 2009 beendete und die Wirtschaft ankurbelte. Darauf baute er im Wahlkampf.

Sirisena fordert jedoch eine internationale Untersuchung zu mutmaßlichen Kriegsverbrechen der Armee während des Krieges gegen die Rebellenorganisation der Tamilen, LTTE. Außerdem versprach er eine Stärkung des Parlaments und eine Dezentralisierung der Macht.

Rajapaksa hat in seinen zehn Amtsjahren zunehmend Macht im Präsidentenamt konzentriert. Brüder, Söhne und andere Verwandte von ihm gelangten zudem in hohe Ämter.

Die Anti-Korruptions-Organisation Transparency Sri Lanka bemängelte, dass Rajapaksa im Wahlkampf öffentliche Gelder, Beamte, staatliche Busse und das Militär für sich einsetzt habe. Die Europäische Union mahnte, es solle – auch angesichts der langen demokratischen Tradition auf der Insel – „friedliche, glaubwürdige und transparente“ Wahlen geben.

Von

dpa

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