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09.12.2011

18:09 Uhr

Opposition protestiert

Kabila zum Wahlsieger im Kongo erklärt

Josef Kabila bleibt Präsident der Demokratischen Republik Kongo. Mit knapp 49 Prozent der Stimmen habe er die Wahl gewonnen, teilte die Wahlkommission mit. Die Opposition spricht von Wahlbetrug.

Anhänger von Josef Kabila feiern den Wahlsieg. AFP

Anhänger von Josef Kabila feiern den Wahlsieg.

KinshasaIn der Demokratischen Republik Kongo ist Amtsinhaber Josef Kabila zum Sieger der Präsidentenwahl erklärt worden. Die Wahlkommission teilte am Freitag mit, Kabila habe knapp 49 Prozent der Stimmen auf sich vereint, auf seinen Herausforderer Etienne Tshisekedi seien mehr als 32 Prozent entfallen. Die Opposition, die der Regierung Wahlbetrug vorgeworfen hat, nannte das Ergebnis nicht hinnehmbar. Wahlleiter Daniel Ngoy Mulunda rief die Bevölkerung zur Ruhe auf. Es gebe keinen Grund, die Bewohner des zentralafrikanischen Landes gegen die bestehende Ordnung aufzustacheln.

Kurz vor Bekanntgabe des Ergebnisses leerten sich die Straßen der Hauptstadt Kinshasa. Bereitschaftspolizisten in voller Montur ging in Stellung. Kabila hat mit dem Einsatz der Armee für den Fall gedroht, dass Proteste gegen das Wahlergebnis aus dem Ruder laufen sollten. Tshisekedis Wahlkampfleiter erklärte, seine Partei habe noch nicht über die nächsten Schritte entschieden. Sie habe allerdings kein Vertrauen in den Obersten Gerichtshof, der das Wahlergebnis bestätigen muss.

Auch internationale Beobachter haben Unregelmäßigkeiten während der Abstimmung kritisiert. Sie fordern aber nicht die Annullierung des Wahlergebnisses. Bei Zusammenstößen von Anhängern rivalisierender Gruppen kamen nach Angaben von Menschenrechtlern mindestens 18 Menschen ums Leben.

Von

rtr

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