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06.11.2011

14:57 Uhr

Opposition

Zehntausende fordern Rücktritt von Berlusconi

Die Demonstranten reisten aus ganz Italien nach Rom und schlossen sich der italienischen Opposition an. „Ich schäme mich dafür, wie andere europäische Länder uns sehen. Es ist peinlich“, sagte ein Demonstrant.

Den Demonstranten schlossen sich ukrainische Aktivistinnen an. Reuters

Den Demonstranten schlossen sich ukrainische Aktivistinnen an.

RomZehntausende Anhänger der Opposition haben am Samstag in Rom den Rücktritt des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi gefordert. Der Chef der oppositionellen Demokratischen Partei, Pierluigi Bersani, erklärte in einer Ansprache auf der Piazza San Giovanni, seine Partei werde mit anderen Oppositionsgruppen zusammenarbeiten und die Führung einer neuen Regierung anstreben.

Den aus ganz Italien angereisten Demonstranten schlossen sich sozialdemokratische Politiker aus Frankreich und Deutschland sowie Aktivistinnen der ukrainischen Protestgruppe Femen an. „Wir sind nicht glaubwürdig. Ich schäme mich dafür, wie andere europäische Länder uns sehen. Es ist peinlich. Dieser Mann (Berlusconi), diese Marionette muss gehen“, sagte einer der Demonstranten, der Rentner Mario Puddu.

Sechs Mitglieder seiner Partei drängten ihn in dieser Woche zum Rücktritt, um die Bildung einer breiteren Koalition mit einer der Oppositionsparteien aus der politischen Mitte zu ermöglichen.

Berlusconi hat zuletzt eine Vertrauensabstimmung über die zur Stützung der italienischen Wirtschaft von der Europäischen Union geforderten neuen Gesetze angekündigt. Italien stimmte beim G-20-Gipfel in Cannes außerdem einer Überwachung seiner Reformbemühungen durch den Internationalen Währungsfonds zu - ein schwerer Schlag für das Land, das zu den sieben größten Volkswirtschaften der Welt gehört.

Von

dapd

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

06.11.2011, 16:34 Uhr

Man muss den Südeuropäern schon attestieren, dass sie beim Protestieren nicht so phlegmatisch wie wir sind. Wer weiß, ob Merkel und Co. ihre Meinungen nicht ändern würden, wenn sie hunderttausende Menschen protestierend vor dem Reichstag in B wüssten...

Mazi

07.11.2011, 11:30 Uhr

Nicht nur die Täter, sondern auch die Aufpasser nach Hause schicken.

Nur die Angst vor dem Rauswurf, vor dem öffentlichen Pranger schreckt die Verantwortlichen ab. Wer sich in diesem gezeigten Zirkus nicht verantwortlich sieht, hatte kein Recht mitzureden. er gehörte erst garnicht dort hin.

Wer mitgeredet hat, den haben wir ja alle gehört.

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