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13.04.2012

11:21 Uhr

Oppositionsangaben

Gefechte trotz Waffenruhe in Syrien

Ist die Feuerpause in Syrien wirklich von Dauer? Zumindest Frankreich hat erhebliche Zweifel. Die UN wollen die Einhaltung des Friedensplans jetzt vor Ort überwachen. Selbst Russen und Chinesen machen mit.

Ein syrischer Panzer in Homs. dapd

Ein syrischer Panzer in Homs.

Damaskus/New York/BeirutEinen Tag nach ihrem Beginn scheint zweifelhaft, ob die Feuerpause in Syrien wirklich von Dauer ist. Die Vereinten Nationen wollen zur Überwachung der Waffenruhe möglichst rasch Beobachter in das arabische Land entsenden. Eine solche Mission könnte schon am heutigen Freitag vom Sicherheitsrat beschlossen werden, hieß es nach einer Sitzung des UN-Gremiums in New York. Widerstand gegen eine Entsendung gebe es keinen.

„Insgesamt hält die Waffenruhe noch immer, in einigen Gebieten ist sie aber gebrochen worden“, sagte der Leiter der in London ansässigen syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, am Freitag. Er berichtete von Zusammenstößen militärischer Truppen und der Opposition im Norden der Provinz Idlib.

Nach Angaben von Aktivisten kam es an der Grenze zwischen Syrien und der Türkei am Freitag zu neuen Gefechte. Syrische Soldaten lieferten sich in der Nähe der Ortschaft Chirbet el-Jos Kämpfe mit Regimegegnern, erklärte das in London ansässige Syrische Observatorium für Menschenrechte. Zuvor hätten die Streitkräfte Panzer in dem Gebiet stationiert. Die Örtlichen Koordinationskomitees (LCC) sprachen von „sehr heftigem Beschuss“.

Straßen wie leer gefegt

In Syrien schweigen die Waffen - Zweifel bleiben

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Sollten sich die Angaben bewahrheiten, wäre das der erste größere Verstoß gegen die am Donnerstag in Kraft getretene Waffenruhe. Bisher hatte es lediglich Berichte über vereinzelte Gewalttaten gegeben, bei denen laut Aktivisten am Donnerstag mindestens 22 Menschen getötet wurden.

Kommentare (2)

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Thomas-Melber-Stuttgart

13.04.2012, 10:17 Uhr

Seltsam, daß dies nicht schon vorab ausgeplant war. Oder hatte man gar nicht mit einem Erfolg der Annan-Mission gerechnet? Idem für das Verfassungsreferendum und die Wahlen im Mai.

Realist

13.04.2012, 12:24 Uhr

Interessant wäre, was passiert wenn die Türkei den Bündnisfall ausruft und das Feuer erwidert. Dieses Szenario dürfte auch den Iran interessieren, was wiederum die Israelis auf den Plan rufen würde. Hoffe die wissen, das sie auf einem Pulverfass sitzen und grad mit einem Feuerzeug im Dunkeln nach der Zündschnur suchen.

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