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22.06.2017

09:48 Uhr

Organisation Amerikanischer Staaten

Keine Einigkeit im Umgang mit Venezuela

Täglich gehen Demonstranten in Venezuela gegen die Regierung auf die Straße, über 70 Menschen kamen bereits ums Leben. Die Organisation Amerikanischer Staaten findet dennoch zu keiner gemeinsamen Position.

Demonstranten haben vor dem Tagungsgebäude der Organisation Amerikanischer Staaten in Cancún (Mexiko) ein Banner mit der Aufschrift „SOS Venezuela“ aufgehängt. Reuters

SOS Venezuela

Demonstranten haben vor dem Tagungsgebäude der Organisation Amerikanischer Staaten in Cancún (Mexiko) ein Banner mit der Aufschrift „SOS Venezuela“ aufgehängt.

CancúnOhne eine gemeinsame Erklärung zur eskalierenden Lage in Venezuela ist die Vollversammlung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) zu Ende gegangen. Trotz intensiver Bemühungen vor allem der USA und Mexikos war es den Unterhändlern bis Mittwochabend (Ortszeit) nicht gelungen, eine Mehrheit für eine gemeinsame Resolution zu organisieren.

Venezuelas sozialistischer Staatschef Nicolás Maduro feierte das Scheitern der Bemühungen als Erfolg. „Wir haben einen der größten Siege in der Geschichte der OAS errungen“, sagte er. „Ein Sieg der Souveränität, der Unabhängigkeit, gegen den Interventionismus. Venezuela hat triumphiert.“ Das südamerikanische Land hat bereits seinen Austritt aus der OAS angekündigt.

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Der venezolanische Oppositionsführer Leopoldo López wendet sich per Twitter-Video an die Soldaten des Landes. Er versucht, eine Rebellion gegen die Regierung anzuzetteln, gegen die seit zwei Monaten protestiert wird.

Trotzdem brachte die venezolanische Delegation zehn Resolutionsvorschläge ein, unter anderem gegen die US-Pläne zum Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko und für weitere Ermittlungen über das Schicksal von 43 in Mexiko verschleppten Studenten. Die Vorschläge wurden alle abgelehnt.

Trotz der zuletzt rauen Töne zwischen den USA und Mexiko arbeiteten die beiden Nachbarn beim Thema Venezuela eng zusammen. Seite an Seite forderten US-Vizeaußenminister John Sullivan und der mexikanische Chefdiplomat Luis Videgaray, Venezuela möge zur Rechtsstaatlichkeit zurückkehren.

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