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09.02.2015

10:01 Uhr

Ost-Ukraine

Erneut heftige Kämpfe vor Krisen-Gipfel

Jeden Tag, den die Kämpfe in der Ost-Ukraine andauern, sterben Menschen: In den vergangenen 24 Stunden wurden neun Soldaten getötet. Parlamentspräsident Martin Schulz mahnt dennoch zu Geduld bei den Verhandlungen.

Sanktionen gegen Russland

Fronten vor Minsker Friedenskonferenz verhärtet

Sanktionen gegen Russland: Fronten vor Minsker Friedenskonferenz verhärtet

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Kiew/BerlinWenige Tage vor einem geplanten Ukraine-Gipfeltreffen halten die Kämpfe im Osten des Landes an. Ein Sprecher des ukrainischen Militärs sagte am Montag, in den vergangenen 24 Stunden seien in Gefechten mit den prorussischen Separatisten neun Soldaten getötet und 26 weitere verletzt worden.

Besonders heftige Zusammenstöße habe es rund um den Ort Debalzewe nordöstlich von Donezk gegeben. Debalzewe ist wegen seiner strategischen Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt seit Wochen umkämpft. Der Militärsprecher sagte weiter, die Armee sei etwa 100 Mal von Separatisten beschossen worden.

Westliche Staaten werfen Russland vor, den Konflikt anzuheizen und die Aufständischen mit Waffen und Soldaten zu unterstützen. Die Führung in Moskau weist dies zurück.

Am Mittwoch sollen der russische Präsident Wladimir Putin, sein ukrainischer Kollege Petro Poroschenko sowie der französische Präsident Francois Hollande und Bundeskanzlerin Angela Merkel in der weißrussischen Hauptstadt Minsk zusammenkommen, um einen Waffenstillstand zu erreichen.

Waffen für die Ukraine?

Befürworter

Vor allem die an Russland grenzenden Baltenländer sehen die Ukraine-Krise mit großen Sorgen. Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaite hatte sich vor dem EU-Gipfel für Waffenlieferungen an die Ukraine stark gemacht.

Gegner

Dazu dürfte es allerdings nicht kommen, weil die große Mehrheit der EU-Staats- und Regierungschefs dagegen ist. "Ich glaube nicht, dass wir durch Waffenlieferungen auch nur den Anschein erwecken sollten, dass durch eine militärische Verstärkung der ukrainischen Armee eine Lösung zu erreichen wäre", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Säbelrasseln

Die Nato demonstriert weiter Entschlossenheit bei der Verteidigung ihrer östlichen Bündnispartner. An der verstärkten Überwachung des Luftraums über dem Baltikum werden sich ab dieser Woche auch sechs "Eurofighter"-Kampfjets der Bundeswehr beteiligen. Für den Einsatz werden 170 Soldaten der Luftwaffe am Stützpunkt Ämari in Estland stationiert. Litauen, Lettland und Estland haben selbst keine ausreichenden Luftstreitkräfte.

Vor dem Krisen-Gipfel hat EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) zu Geduld gemahnt. Wenn eine diplomatische Initiative innerhalb von drei Tagen keinen Erfolg habe, müsse man ihr mehr Zeit geben, sagte Schulz am Montag im ARD-„Morgenmagazin“ und fügte hinzu: „Sonst landen wir irgendwann im Krieg.“

Eine weitere Ausweitung des Konfliktes könne nur über intensive diplomatische Verhandlungen verhindert werden. Das Treffen am Mittwoch bezeichnete Schulz als Fortschritt. „Allein die Tatsache, dass verhandelt wird, zeigt: Wer miteinander redet, ist auch bereit, nicht aufeinander zu schießen.“

Mehrere Versuche, den blutigen Konflikt in der Ostukraine diplomatisch zu lösen, waren zuletzt gescheitert. Der Vierergipfel soll eine Friedenslösung bringen. Merkel will am Montag in Washington mit US-Präsident Barack Obama über den Konflikt beraten.

Kommentare (10)

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Herr Vittorio Queri

09.02.2015, 10:17 Uhr

>> Mehrere Versuche, den blutigen Konflikt in der Ostukraine diplomatisch zu lösen, waren zuletzt gescheitert. >>

Ein kriminelles Putsch-Regime im Schurkenstaat Ukraine, das von den Falken des Kalten Krieges hofiert, finanziert, gepuscht wird.

Für die kriminellen Oligarchen zahlen wir mit unseren Steuergeldern, mit unseren Arbeitsplätzen, mit unserer Sicherheit.

Die Auseinandersetzung mit dem Schurkenstaat findet doch erst gar nicht statt : man übersieht den Pleitestaat, die Putschisten, die Neo-Nazis, die kriminellen Banden, die ihre Zivilisten ausschlachten.

Die ganze Diskussion ist ein Absurdum : man bezichtigt die Russen des Krieges ( Russland ist aber bekanntlich keine Konflikt-Partei ),

schiebt Russland Wettrüsten zu ( obwohl die Amis alleine das 10-fache im Vergleich zu den Russen für die Rüstung ausgeben ),

man bezichtigt die Russen einer Aggression ( wobei der wirkliche Aggressor USA noch am lautesten das Maul aufreißt )

und vergisst dabei, das es sich um einen Bürgerkrieg der Ukraine handelt, in dem sich eine blutrünstige Oligarchen-Bande an die Macht geputscht hat und mittlerweile 50.000 Zivilisten abgeschlachtet hat.

All das läßt man Außen vor und strickt sich die Welt mit am Pranger stehenden Russland so zusammen, wie es den AMI-Schlächtern und Spekulanten passt.

Die NATO-Verbrecherveranstaltung in München am Wochenende war ein Zeugnis der Verlogenheit der gescheiterten westlichen Politik.

Auf der Bühne standen 80-Jährige Greise, die immer noch in der Zeit der 60 Jahre leben und weiterhin ihre Ziele, die Vernichtung Russlands und Vereinnahmung seiner Rohstoffpotentiale , vor Augen halten und verfolgen.

Die europäischen Marionetten singen dabei das Lied, das die Ami-Schurken auch gerne hören wollen. Unfassbare Veranstaltung geblendeter, arroganter, perverser Kriegstreiber.

Dahergelaufene schizophrene Ami-Kriegshetzer erlauben sich die Europäer in höchsten Instanzen auch noch zu beleidigen, zu geißeln und zu gängeln.

Herr Vittorio Queri

09.02.2015, 10:24 Uhr

>> Jeden Tag, den die Kämpfe in der Ost-Ukraine andauern, sterben Menschen >>

Über 50.000 sind bereits durch die Junta abgeschlachtet worden.

Die Russen berichten, ( RBK mit Hinweis auf The Wall Street Journal ) dass Merkel und Holande Putin ein Ultimatum gesetzt haben :

entweder unterschreibt er die Ideen der Friedenslösung der beiden oder die EU verhängt weitere Sanktionen und befürwortet die Waffenlieferung seitens der Amis an die Junta.

Das würde bedeuten, dass ein heisser Krieg in Europa unmittelbar bevorsteht.

Denn die Antwort der Russen wird nicht lange auf sich warten lassen. Russische Panzer werden Europa überrollen und vernichten. Russische Raketen werden europäische Großstädte auslöschen und unbewohnbar machen.

Herr Walter Gerhartz

09.02.2015, 11:09 Uhr

Bitte nicht vergessen: Die USA werden im Gegensatz zu Russland von MARIONETTEN – PRÄSIDENTEN regiert !! – In den USA findet keine Direktwahl vom Volk statt, sondern die Bürger wählen sogenannten Wahlmänner. Diese setzen sich zusammen und kungeln dann den Präsidenten aus….einmal ein Mann für die Waffenlobby (Bush) und ein anders Mal für die Wall-Street (Obama). – Der Präsident ist also eine reiner Darsteller für das Volk....so wie bei und Kanzlerin und der Präsident !!!

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