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27.05.2014

19:30 Uhr

Ostukraine

OSZE-Team in der Hand von Separatisten

Am Montagabend brach der Kontakt zwischen der OSZW und einem Beobachter-Team ab. Zunächst war unklar, ob es eine Entführung oder ein Funkloch war. Jetzt steht fest: Die vier Beobachter sind in der Hand von Rebellen.

Sie haben in der Region keinen einfachen Stand: Vertreter der OSZE, hier im März bei dem Versuch, auf die Krim zu gelangen. Vor der Abspaltung konzentrierte sich der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland dort. dpa

Sie haben in der Region keinen einfachen Stand: Vertreter der OSZE, hier im März bei dem Versuch, auf die Krim zu gelangen. Vor der Abspaltung konzentrierte sich der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland dort.

Kopenhagen/Kiew/WienEin seit einem Tag in der Ostukraine vermisstes Team von vier OSZE-Beobachtern befindet sich in der Hand von prorussischen Separatisten. Das teilte am Dienstag der dänische Handels- und Entwicklungsminister Mogens Jensen der Nachrichtenagentur Ritzau in einer Mail mit. Der dänische Beobachter und seine drei Kollegen würden von bewaffneten Separatisten festgehalten. „Wir verfolgen die Angelegenheit über unser Außenministerium und unsere Botschaft in Kiew. Wir stehen in engem Kontakt mit den Angehörigen“, sagte der Minister.

Die Gruppe sei zwischen Donezk und dem Nachbargebiet Lugansk unterwegs gewesen, als der Kontakt am Montagabend abriss, hatte zuvor die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa in Wien mitgeteilt. Seitdem habe es von den vier Teammitgliedern aus der Schweiz, Dänemark, Estland und der Türkei kein Lebenszeichen gegeben. Die Organisation habe Verbindung zur ukrainischen Regierung und zu Regionalbehörden aufgenommen.

Für die OSZE sind derzeit 282 Beobachter in der Ukraine im Einsatz. Sie sammeln Fakten zur Sicherheitslage und verfassen unabhängige Berichte. Der Einsatz hat die Rückendeckung aller 57 OSZE-Staaten. Auch Russland hatte nach langen Diskussionen zugestimmt. Bereits Ende April waren internationale Militärbeobachter, darunter vier Deutsche, von Separatisten in Slawjansk tagelang festgehalten worden.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

27.05.2014, 19:29 Uhr

Liebe Redaktion, nicht daß ich zynisch erscheinen will, aber seid Ihr Euch diesmal wirklich sicher, daß es sich auch (im Gegensatz zum letzten Mal) tatsächlich um eine wirkliche OSZE Mission handelt? Ehrenwort?

Account gelöscht!

28.05.2014, 12:13 Uhr

Zitat : Wien. Ein seit einem Tag in der Ostukraine vermisstes Team von vier OSZE-Beobachtern befindet sich in der Hand von prorussischen Separatisten.

- wenn mann die Zivilbevoelkerung aus Jets zusammenbombt, ist es der anderen Seite auch erlaubt, einen Partisanenkrieg anzufangen.

Es herrscht Kriegsrecht, und da haben diese "Beobachter" nichts verloren !

Account gelöscht!

28.05.2014, 16:14 Uhr

Natürlich bestreiten die "Freiheitskämpfer" in der Ostukraine, die OSZEBeobachter entführt zu haben
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"Die Separatisten dementieren, die vier verschollenen OSZE-Beobachter entführt zu haben."

Natürlich haben die schwerbewaffneten, maskierten grüne Männchen die OSZE Beobachten NICHT entführt! Sie haben sie nur als "Gäste" zum Tee eingeladen. Und diese konnten nun mal die "Einladung" nicht ablehnen.

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