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04.05.2014

19:02 Uhr

Ostukraine

Prorussische Kräfte greifen Polizeiwache in Odessa an

In der südukrainischen Hafenstadt Odessa ist es erneut zu Ausschreitungen gekommen. Prorussische Kräfte haben die Zentrale der Polizei angegriffen. Rund 3000 Demonstranten stürmten das Gebäude.

Sicherheitskräfte des ukrainischen Innenministers verteidigen am Sonntag eine Polizeiwache in Odessa: Die Stadt kommt nach den heftigen Zusammenstößen am Freitagabend nicht zur Ruhe. Reuters

Sicherheitskräfte des ukrainischen Innenministers verteidigen am Sonntag eine Polizeiwache in Odessa: Die Stadt kommt nach den heftigen Zusammenstößen am Freitagabend nicht zur Ruhe.

OdessaProrussische Kräfte haben am Sonntag die Zentrale der Polizei in der südukrainischen Stadt Odessa angegriffen. Die rund 3000 Demonstranten riefen „Faschisten, Faschisten“, als sie das Gebäude stürmten, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Nach Abgaben der Nachrichtenagentur Reuters hatten sie zuvor Fensterscheiben eingeworfen. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben 150 Demonstranten fest. Daraufhin wurden 67 Gefangene wieder freigelassen, wie das Innenministerium am Sonntag mitteilte. Es war zunächst unklar, ob noch weitere festgenommene Aktivisten in Haft blieben.

Die Demonstranten forderten die Freilassung einiger Gesinnungsgenossen, die nach den Zusammenstößen am Freitag festgenommen worden waren. Die Angreifer waren mit Knüppeln bewaffnet und durchbrachen ein Tor mit zwei Lastwagen.

Am Freitagabend war in der Hafenstadt die Gewalt zwischen hunderten Anhängern der Regierungen in Kiew und Moskau eskaliert, 42 Menschen wurden bei den Zusammenstößen und dem Brand eines Gewerkschaftsgebäude getötet.

Die ukrainische Regierung macht Russland für die Straßenschlachten verantwortlich. „Dutzende Tote sind das Resultat eines gut vorbereiteten und organisierten Angriffs auf das Volk, auf die Ukraine und auf Odessa“, sagte Ministerpräsident Arseni Jazenjuk am Sonntag in Odessa.

Angesichts der Ausschreitungen in der Hafenstadt am Schwarzen Meer und weiterer Kämpfe in der Ostukraine am Wochenende hält Russlands Präsident Wladimir Putin die für den 25. Mai geplante Präsidentenwahl für undurchführbar. In der Separatistenhochburg Slawjansk ließen prorussische Kräfte am Samstag eine OSZE-Beobachtergruppe - darunter vier Deutsche - nach acht Tagen Geiselhaft frei.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

05.05.2014, 10:09 Uhr

Rechte Sektor verbrennen 40 Menschen in Odessa – Presse schweigt
Fottobeweise hier http://helmut3.livejournal.com/618.html
Achtung: Grausam!

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