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27.06.2014

18:16 Uhr

Ostukraine

Separatisten bereit zu verlängerter Waffenruhe

Vertreter der selbsternannten „Volksrepublik Donezk“ haben die vom ukrainischen Präsidenten Poroschenko vorgeschlagene Waffenruhe bis Montag akzeptiert. Umfassende Verhandlungen gibt es aber noch nicht.

Neue Rekruten für die „Volksrepublik Donezk“: Ihre Waffen werden bis mindestens Montag schweigen. dpa

Neue Rekruten für die „Volksrepublik Donezk“: Ihre Waffen werden bis mindestens Montag schweigen.

DonezkDie prorussischen Kräfte in der Ostukraine wollen einer Verlängerung der Waffenruhe bis zu diesem Montag zustimmen. Die nicht anerkannte „Volksrepublik Donezk“ sei bereit, den Vorschlag einer Feuerpause bis zum 30. Juni anzunehmen, sagte der Separatistenführer Alexander Borodaj am Freitag der Agentur Interfax zufolge. Die Initiative sei vom ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko ausgegangen.

Umfassende Verhandlungen über eine Lösung des Konflikts könnten aber erst beginnen, wenn die Regierung ihre Truppen komplett abziehe, sagte Borodaj, der sich als Premierminister von Donezk bezeichnet. Staatschef Poroschenko dürfte sich auf diese Bedingung jedoch kaum einlassen, weil die Separatisten dann ihre Stellungen festigen könnten.

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Borodaj kündigte außerdem die Freilassung der letzten seit Mai festgehaltenen Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) an. Vier der insgesamt acht OSZE-Beobachter waren zuvor freigelassen worden. Die prorussischen Kräfte seien bereit, künftig OSZE-Beobachter offiziell einzuladen, um die Lage in der Ostukraine zu kontrollieren.

Borodaj sprach sich zudem für einen Austausch von Gefangenen aus. Er behauptete, dass bei den seit April andauernden Kämpfen inzwischen 3000 Menschen getötet worden seien. Die Angaben der Separatisten und der Regierung widersprechen sich immer wieder. Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge wurden seit Mitte April mindestens 423 Menschen im Ukraine-Konflikt getötet.

Von

dpa

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