Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.04.2015

02:39 Uhr

OSZE

Erneut schwere Gefechte in Ostukraine

Die Ostukraine kommt trotz Vereinbarungen des Minsker Abkommens nicht zur Ruhe: Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa beobachtet verschärfte Gefechte. Auch Tote soll es gegeben haben.

Ukrainisches Militär und prorussische Separatisten haben sich den schwersten Beschuss seit dem Beginn einer offiziellen Waffenruhe Mitte Februar geliefert. dpa

Ukraine

Ukrainisches Militär und prorussische Separatisten haben sich den schwersten Beschuss seit dem Beginn einer offiziellen Waffenruhe Mitte Februar geliefert.

SchyrokyneDie Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) beobachtet verschärfte Gefechte im Kriegsgebiet Ostukraine. Bei der Ortschaft Schyrokyne hätten sich ukrainisches Militär und prorussische Separatisten den schwersten Beschuss seit dem Beginn einer offiziellen Waffenruhe Mitte Februar geliefert, teilten die OSZE-Beobachter mit.

Das Granatfeuer bei der Ortschaft in der Nähe der Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer habe zwölf Stunden gedauert, sagte ein Militärsprecher am Montag in Kiew. Er warf den Aufständischen Provokationen vor. In Donezk teilte Separatistenführer Eduard Bassurin mit, das Kampfgebiet bei Schyrokyne sei größer geworden.

Im gesamten Frontbereich im Donbass sei bei Beschuss innerhalb von 24 Stunden mindestens ein Soldat getötet worden, sagte Militärsprecher Alexander Motusjanik in Kiew. Die Separatisten berichteten zudem von einem Toten in den eigenen Reihen.

Die US-Regierung zeigte sich besorgt und sprach von klaren Verstößen gegen die Vereinbarungen des Minsker Abkommens. Die Lage in Schyrokyne verschlechtere sich, sagte Außenamtssprecher Jeff Rathke. „Russische und separatistische Streitkräfte haben weiterhin eine beträchtliche Zahl von Artilleriegeschützen und mehrere Raketenwerfer innerhalb von Gegenden, wo sie unter den Minsker Vereinbarungen verboten sind.“ Das russische Militär habe Luftabwehrsysteme in die Ostukraine und einige davon in Nähe der Front verlegt. Es handle sich um die größte Zahl solcher Luftabwehrsysteme in der Gegend seit August.

Von

dpa

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Fred Meisenkaiser

28.04.2015, 07:17 Uhr

Die USA haben ja alles getan, um den von ihnen ausgelösten Konflikt am Kochen zu halten. Nun zeigen die angeblichen "Militärberater" der USA wohl Erfolge?
Ja, es geht darum US-Waffen zu verkaufen und Europa dauerhaft von Rußland abzuschneiden, um es in Abhängigkeit der USA zu zwingen.
Schließlich kennt man ja dank NSA jeden Schritt der Europäer im Voraus.
Es wird Zeit, dass die USA nach Hause geschickt werden - raus aus Europa. Dann ist Frieden!
(...) man kommt gut ohne diese Aggressoren aus.
Irak, Afghanistan, Lybien etc. Immer hinterlassen die US-Kriege Krisenherde, einen solchen brauchen wir hier in Europa nicht, wird Zeit, dass die Europäer dies erkennen!

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Vittorio Queri

28.04.2015, 08:18 Uhr

>> Erneut schwere Gefechte in Ostukraine >>

Die relative "Ruhe" bzw. der Pseudowaffenstillstand wird vermutlich bis nach Abflauen der Siegesfeier am 9 Mai andauern...dann wird wieder aus allen Kanonen geballert.

Beide Seiten rüsten auf und bereiten sich für den Endsieg vor. Einen erneuten Minsker-Waffenstillstand wird es nicht mehr geben.

Für die Russen ist ein erneuter Militärschlag in der Ukraine auch sehr von Bedeutung, denn :

- gewinnt die ukrainische Armee, so wird sie im Siegesrausch auch nicht davor zurückschrecken, die Krim anzugreifen. Das würde einen Krieg zwischen Russland und der Ukraine auslösen.
Die Russen werden deshalb alles tun, um eine Niederlage der Aufständischen zu vermeiden.

- gewinnen die Aufständischen ( mit erneuter Zerschlagung der ukrainischen Streitkräfte ), so werden die Aufständischen bis nach Kiew durchmarschieren und den Staat Ukraine wird es nicht mehr geben.

Nach den Sieges-Maifeiertagen bricht für Europa die Zeit der Entscheidung an.

Die EUtopia wird in allen Fällen als großer Verlierer dastehen, die Amis werden sich auf leisen Sohlen aus dem Staub machen.

Herr Josef Eiche

28.04.2015, 10:40 Uhr

Herr Meisenkaiser,
.........es wird Zeit, dass die USA nach Hause geschickt werden - raus aus Europa.
Dann ist Frieden!

............Sie meinten wohl: "Russischen Frieden"?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×