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27.01.2012

12:25 Uhr

Oxfam schlägt Alarm

In Afrika droht die nächste Hungerkatastrophe

Eine Dürre in der Sahelzone gefährdet laut Hilfsorganisationen Millionen Menschen. Oxfam fordert schnelle Hilfe ohne Verzögerungen wie am „Horn von Afrika“. Dort starben Tausende, die hätten gerettet werden können.

Ein Mann lädt in Maradi, Niger, Kartons mit Öl von einem Lkw. dpa

Ein Mann lädt in Maradi, Niger, Kartons mit Öl von einem Lkw.

Dakar/NairobiHilfsorganisationen schlagen Alarm: Ein halbes Jahr nach Ausrufung der Hungersnot in Teilen Ostafrikas droht im Westen des Kontinents die nächste Katastrophe. Zum dritten Mal binnen weniger Jahre sucht Dürre die
Sahelzone heim und gefährdet Millionen Menschen, besonders Kinder. Schon jetzt leiden den Angaben zufolge in Niger, Mali, Mauretanien und Tschad sechs Millionen Menschen Hunger.

Die Weltgemeinschaft müsse dringend handeln, fordern die Organisationen, und dürfe nicht die gleichen Fehler machen wie am Horn von Afrika. Dort starben den Fachleuten zufolge tausende Menschen unnötigerweise und wurden Millionensummen verschleudert, weil die Staatengemeinschaft nicht rechtzeitig auf die Warnsignale reagierte.

Die meisten reichen Geberländer stellten nennenswerte Hilfsgelder erst zur Verfügung, als die Krise schon voll ausgebrochen war und Menschen verhungerten, kritisierten Oxfam und Save the Children kürzlich in einem Bericht.

Selbstkritisch merkten sie an, das auch die Hilfsorganisationen ihre Tätigkeit zu langsam aufstockten. „Wir alle tragen Verantwortung für diese gefährliche Verzögerung, die in Ostafrika Menschenleben gekostet hat, und müssen aus der verspäteten Reaktion Lehren ziehen“, erklärte Oxfam-Leiterin Barbara Stocking.

Bis zu 100.000 Menschen starben vor allem in Somalia, aber auch in Äthiopien und Kenia. Und die Krise ist noch nicht vorüber: Noch immer sind nach UN-Schätzungen 250.000 Somalier vom Hungertod bedroht, und mehr als 13 Millionen Menschen brauchen Hilfe.

Kommentare (1)

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Ben

27.01.2012, 20:31 Uhr

Klimakonferenzen und dergl. sind dekadent und absolut ungeeignet diesen Menschen zu helfen !!!
Die kosten für diese lächerlichen Veranstaltungen hätten bei weitem ausgereicht um die größte not zu lindern (auch die wiederkehrenden Nöte )

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