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28.07.2017

09:41 Uhr

Pakistan

Gericht enthebt Ministerpräsident Sharif des Amtes

Pakistans Ministerpräsident Nawaz Sharif wird Korruption und Geldwäsche vorgeworfen. In den Panama Papers tauchten die Namen seiner Kinder auf. Jetzt entscheidet der Oberste Gerichtshof – und enthebt ihn des Amtes.

Dem pakistanischen Ministerpräsidenten werden Korruption und Geldwäsche vorgeworfen. Reuters

Nawaz Sharif

Dem pakistanischen Ministerpräsidenten werden Korruption und Geldwäsche vorgeworfen.

IslamabadDer Oberste Gerichtshof Pakistans hat Ministerpräsident Nawaz Sharif seines Amtes enthoben. Hintergrund sind Vorwürfe wegen Geldwäsche und Korruption. Die Entscheidung der Richter gegen den in Bedrängnis geratenen Regierungschef war mit Spannung erwartet worden.

Die Vorwürfe gegen Sharif beruhen auf den Panama Papers, die 2016 von mehreren Zeitungen veröffentlicht wurden und die Steuertricks zahlreicher Politiker und Prominenter offenlegten. In den Dokumenten tauchten auch die Namen von Kindern des pakistanischen Regierungschefs auf, nicht aber sein eigener. Die Opposition forderte daraufhin Ermittlungen.

Sharif hat dementiert, dass er sein Amt zur Bereicherung missbraucht habe. Er führt sein Vermögen unter anderem auf seinen Vater zurück.

In einem ersten Verfahren vor dem Gerichtshof im Frühjahr waren sich die fünf Richter des Verfahrens nicht einig über die Bewertung der angeblichen Verfehlungen Sharifs gewesen. Zwei Richter hatten für seine Entlassung gestimmt, drei dagegen. Die Richter hatten dann eine Ermittlungskommission ernannt, die vor kurzem in einem 250 Seiten langen Bericht zu dem Schluss gekommen war, dass es „krasse Lücken“ in den Nachweisen zum Vermögen der Sharif-Familie gebe.

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