Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.05.2011

17:13 Uhr

Pakistan lenkt ein

USA dürfen Bin-Laden-Witwen vernehmen

Der Streit um die Vernehmung von Bin Ladens Witwen durch US-Ermittler scheint beigelegt: Pakistan will den USA Zugang gewähren und seine Informationen preisgeben. Auch Indien hat den Druck auf Erzfeind Pakistan erhöht.

Bin Ladens fünfte Ehefrau Amal Ahmed al-Sadah, abgelichtet in einer Zeitung. Die Geheimdienste erhoffen sich von der Vernehmung der Witwen Informationen über den Al-Kaida-Anführer. Quelle: dpa

Bin Ladens fünfte Ehefrau Amal Ahmed al-Sadah, abgelichtet in einer Zeitung. Die Geheimdienste erhoffen sich von der Vernehmung der Witwen Informationen über den Al-Kaida-Anführer.

Islamabad, WashingtonPakistan hat im Streit um eine Befragung der Witwen von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden durch US-Ermittler eingelenkt. Natürlich werde dies erlaubt, sagte Innenminister Rehman Malik dem US-Sender CNN auf eine entsprechende Frage. „Wir haben keine Einwände dagegen, diese Information mit ihnen (den USA) zu teilen.“ Auf die Frage, ob Pakistan erwogen habe, den Zugang zu verweigern, sagte Malik in dem in der Nacht zu Mittwoch veröffentlichten Interview: „Warum sollten wir das tun? Wir kämpfen einen Krieg als Partner.“

Der Sender CBS hatte am Dienstag über eine Vereinbarung berichtet, nach der US-Beamte die Frauen persönlich vernehmen und nicht nur Fragen einreichen dürfen. Pakistanische Regierungsstellen erklärten aber danach, es sei noch nichts entschieden. Die Witwen, die bei der Erstürmung von Bin Ladens Anwesen in der nordwestpakistanischen Stadt Abbottabad festgenommen wurden, werden derzeit vom pakistanischen Geheimdienst ISI verhört. Zwei der Frauen stammen nach pakistanischen Angaben aus Saudi-Arabien, die dritte aus dem Jemen.

Nach dem grundsätzlichen Nein des Weißen Hauses zur Veröffentlichung von Fotos des getöteten Bin Laden dürfen jetzt ausgewählte Mitglieder des US-Senats die Bilder ansehen. Das berichtete der US-Sender Fox News am Dienstag (Ortszeit). Allerdings müssten sich die Senatoren in das Hauptquartier des Geheimdienstes CIA in Langley begeben, um die als „grausig“ geltenden Fotos zu betrachten.

Der Chef des Terrornetzwerks Al-Kaida war Anfang vergangener Woche von einem US-Sonderkommando bei einem Blitzeinsatz in Pakistan erschossen worden. US-Präsident Barack Obama hatte danach beschlossen, die Fotos nicht zur Veröffentlichung freizugeben. Damit sollten weitere Gewaltakte verhindert werden.

Die eigenmächtige US-Operation hat die Beziehungen zwischen den USA und Pakistan schwer belastet. Washington fordert von Islamabad Aufklärung darüber, wie Bin Laden jahrelang unentdeckt im Land leben konnte. Die pakistanische Regierung hat jede Verwicklung von Armee und ISI strikt zurückgewiesen.

Nach der Tötung Bin Ladens in Pakistan erhöht auch Indien den Druck auf das verfeindete Nachbarland. Der Nachrichtensender NDTV berichtete am Mittwoch, die Regierung in Neu Delhi habe eine Liste mit den aus indischer Sicht 50 meistgesuchten Terroristen erstellt, die sich in Pakistan aufhalten sollen. An der Spitze stehe der Islamist Hafiz Saeed, den indische Behörden für den Drahtzieher der Terrorserie von Mumbai Ende 2008 halten.

Die indische Regierung wirft Islamabad regelmäßig vor, dass Terroristen von Pakistan aus ungehindert Anschläge in Indien planen können. Pakistan weist das stets zurück. Nach der Eliminierung Bin Ladens durch US-Truppen in Pakistan Anfang vergangener Woche hatte die Regierung in Neu Delhi erneut kritisiert, dass Terroristen im Nachbarland Unterschlupf finden.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Che

11.05.2011, 19:34 Uhr

Shalom i Spiritui Sancto Vatikan,Got Bless the USA.
Osama bin Laden war ein V-Mann Phantom.
Das Schizoide,Schwule,Viren Poison-gas,Gestapo-Sekten-Antonym mit seinem Deutsch-Fanatismus ist der Mantel des V-Mannes.
Aber die Wahrheit ist halt doof,wie schon im 3ten Reich.
Deshalb dank Dehnen,die den Viren,Poison-gas Terroristen den Heiligenschein unterhalb der Kinnlinie vom Schädel hauen!!!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×