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17.01.2010

10:43 Uhr

Pakistan

Tote bei US-Drohnenangriff

Beim Angriff einer US-Drohne sind am Sonntag im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet mindestens 15 mutmaßliche Rebellen getötet worden. Der Angriff habe offensichtlich Talibanführer Hakimullah Mehsud gegolten, der sich häufig in dem Gebiet aufhalte, sagte ein pakistanischer Behördenvertreter.

HB ISLAMABAD. Beim Angriff einer US-Drohne in der pakistanischen Region Süd-Waziristan sind mindestens 15 Menschen getötet worden. Die Raketen seien auf einem von extremistischen Kämpfern genutzten Gelände eingeschlagen, sagte ein pakistanischer Sicherheitsvertreter am Sonntag. Die Zahl der Todesopfer könne noch steigen. Bei den meisten Toten handele es sich um Ausländer.

Seit dem Tod von sieben CIA-Mitarbeitern auf einem US-Stützpunkt im benachbarten Afghanistan haben die USA ihre Angriffe mit unbemannten Flugkörpern in den pakistanischen Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan verstärkt. Die US-Regierung sieht in ihnen eine wirksame Waffe im Kampf gegen Extremisten von Taliban und Al-Kaida, die sich dort versteckt halten. Innenminister Rehman Malik rief die Extremisten dazu auf, ihre Waffen niederzulegen. Für Pakistan stellen die US-Angriffe eine Verletzung der nationalen Souveränität dar.

Am Samstag veröffentlichten die pakistanischen Taliban eine Tonbandaufzeichnung, die von ihrem Chef Hakimullah Mehsud stammen soll. Darin wird bestritten, dass dieser bei einem US-Angriff zwei Tage zuvor ums Leben gekommen sei.

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