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01.11.2011

22:24 Uhr

Palästina-Streit

Auch Kanada stellt Unesco-Zahlungen ein

Die Aufnahme der Palästinenser in die Unesco stößt auf Befremden. Erst am Montag hatten die USA verkündet, als Reaktion auf die Entscheidung seine Zahlungen an die UN-Organisation einzustellen. Nun zieht Kanada nach.

Der palästinensische Außenminister Rijad al Malki (l.) bei der Unesco. Reuters

Der palästinensische Außenminister Rijad al Malki (l.) bei der Unesco.

New YorkEinen Tag nach den USA hat auch Kanada wegen der Aufnahme der Palästinenser in die Unesco seien Zahlungen an die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur ausgesetzt.

Die Aufnahme der Palästinenser sei nicht im besten Interesse des Friedens im Nahen Osten, erklärte Außenminister John Baird am Dienstag. Deshalb friere Kanada alle zukünftigen freiwilligen Zahlungen an die Unesco ein.

Jährlich unterstützt Kanada die Arbeit der Organisation mit umgerechnet über sieben Millionen Euro. Am Montag verkündete eine Sprecherin des US-Außenministeriums, die für November geplante Zahlung in Höhe von 60 Millionen Dollar (42 Millionen Euro) entfalle.

Von

dapd

Kommentare (7)

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Entwicklungshelfer

01.11.2011, 22:53 Uhr

Die UNESCO ist eine wichtige Organisation. Von ihr habe ich erfahren, welche Bankverbindung ich nehmen muß, wenn BrunnenbauerInnen in Afrika finanzielle Hilfe brauchen. Die Antwort kam sofort.

Werner

01.11.2011, 23:11 Uhr

Die Frechheit, mit der Länder, die Schwellenländern gern tatsächliche oder vermeintliche Demokratiedefizite vorhalten, hier eine demokratische Entscheidung einer UN-Organisation torpedieren wollen, ist schon bemerkenswert.

Von den USA mag man derlei Politik aus der unmittelbaren Umgebung des ethischen Nullpunkts nicht anders gewohnt sein - dass sich ein zivilisiertes Land wie Kanada dem anschließt, ist allerdings ein Armutszeugnis. Ebenso wie die unkritische Berichterstattung dieses Käseblättchens namens Handelsblatt.

Island

02.11.2011, 00:04 Uhr

Es ist wichtig, daß die Bundesrepublik Deutschland die Zahlungen an die UNESCO einstellt. Dabei sollten wir auch die Zahlungen an die UNO überdenken, wir dürfen nicht vergessen, daß damit die „so genannten Flüchtlingslage der Araber“ auch unterstützt werden.

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