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14.01.2017

16:20 Uhr

Palästinenser-Präsident

Abbas warnt Trump vor Botschafts-Verlegung

Trump hat angekündigt, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Das würde eine Abkehr der bisherigen US-Politik bedeuten. Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas warnt den designierten US-Präsidenten davor.

Verlegung der US-Botschaft

Abbas: „Jerusalem ist keine vereinte Stadt“

Verlegung der US-Botschaft: Abbas: „Jerusalem ist keine vereinte Stadt“

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Vatikan-StadtPalästinenser-Präsident Mahmud Abbas hat damit gedroht, die Anerkennung Israels zu widerrufen, sollte der designierte US-Präsident Donald Trump wie angekündigt die US-Botschaft im Land nach Jerusalem verlegen. Er habe Trump in einem Brief vor der Umsetzung seines Wahlversprechens gewarnt, sagte Abbas der französischen Zeitung „Le Figaro“ vom Samstag. Ein solcher Schritt würde nicht nur die Glaubwürdigkeit der USA als ernstzunehmender Vermittler im Nahen Osten zerstören. „Auch die Chancen für eine Zweistaatenlösung würden auf null reduziert.“

Abbas sagte, sollte Trump seine Ankündigung wahr machen, würden die Palästinenser ihre Optionen mit den arabischen Staaten beraten. „Von der Anerkennung Israels Abstand zu nehmen ist eine von ihnen. Aber wir hoffen, dass wir nicht in diese Situation kommen.“

Welche Musiker bei Trumps Amtseinführung auftreten (und welche nicht)

Abgesagt

Moby, The Chainsmokers, Andrea Bocelli, Elton John – sie alle kommen nicht. Donald Trump holte sich bei seinen Wunschmusikern für seine Amtseinführung am 20. Januar reihenweise Körbe ab. Ein paar Künstler erbarmten sich allerdings doch. Eine Übersicht.

Jackie Evancho

Die Sängerin der Wahl für die Nationalhymne: Jackie Evancho. Wer? Die heute 16-Jährige belegte 2010 den zweiten Platz in „America's Got Talent“, dem Vorbild der deutschen Castingshow „Das Supertalent“. Ursprünglich wurde sie als großes Nachwuchstalent für die Opernbühne gehandelt, dann wandte sie sich allerdings der Popmusik zu. Außerdem spielte sie in „The Company You Keep - Die Akte Grant“ (orig.: The Company You Keep ) an der Seite Robert Redfords.

The B-Street Band (Bruce Springsteen Cover Band)

Als engstirnigen Idioten und Rassisten bezeichnete Bruce Springsteen während des Wahlkampfs Donald Trump. Ob dieser den „Boss“ danach überhaupt nach einem möglichen Auftritt gefragt hat, ist unbekannt – kommen wird Springsteen, anders als zur Amtseinführung Barack Obamas, jedenfalls nicht. Für Trump tritt stattdessen eine Springsteen-Coverband auf.

The Radio City Rockettes

Die Radio City Rockettes, die Tanzgruppe der Radio City Music Hall, besteht aus 36 Tänzerinnen und gilt als eine der besten Showtanzgruppen der Welt. Eine durchaus prominente Truppe also. Dumm nur: Als feste Angestellte müssen die Tänzerinnen des Ensembles zwar auftreten, weil gebucht und vertraglich gebunden. Einige Mitglieder scheinen aber wenig begeistert von einem Auftritt für Trump zu sein. Sie sei „enttäuscht und beschämt“ erklärte beispielsweise eine Tänzerin über das soziale Netzwerk Instagram.

The Mormon Tabernacle Choir

Masse und Klasse – mit dem Mormon Tabernacle Choir bietet Donald Trump ein Schwergewicht der konservativen Sangeskunst auf. Der gemischte Chor der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage besteht aus 360 Freiwilligen, spielte mit den bedeutendsten Orchestern der Welt und hatte große Erfolge in den US-Charts. Unumstritten ist die Truppe freilich nicht, so dürfen beispielsweise offen Homosexuelle nicht Mitglied werden.

Big & Rich

Na klar: Country-Musik darf bei der Amtseinführung des vermeintlichen Präsidenten der Abgehängten nicht fehlen. Donald Trumps Wahl fiel auf das Duo Big & Rich, das in der Vergangenheit einige bescheidene Erfolge in den Country-Charts feierte. Das erfolgreichste Album der Band trägt den Titel „Hillbilly Jedi“.

Cowboy Troy

Noch einmal Country – allerdings Country-Rap. Der selbsterklärte „schwarze Konservative“ Cowboy Troy unterstütze 2008 schon Präsidentschaftskandidat John McCain (den Trump während des Wahlkampfs wie so ziemlich jede republikanische Parteigröße mehrfach beleidigte). Nun darf er bei der Amtseinführung eines republikanischen Präsidenten auftreten.

Twitter

Selbstverständlich watschte Trump alle Künstler die ihm absagten auch bereits in einem Rundumschlag auf Twitter ab – und erklärte, sie alle eigentlich sowieso nicht bei seiner Amtseinführung haben zu wollen. In der Nacht zum Donnerstag verkündete er über den Kurznachrichtendienst: „The so-called 'A' list celebrities are all wanting tixs to the inauguration, but look what they did for Hillary, NOTHING. I want the PEOPLE!“

Trump hatte angekündigt, die Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Dies würde eine Abkehr der bisherigen US-Politik bedeuten, den zwischen Israel und den Palästinensern umstrittenen Status der Stadt nicht einseitig zugunsten einer Seite auszulegen. Israel betrachtet Jerusalem als unteilbare Hauptstadt. Auch die Palästinenser beanspruchen den Ostteil als künftige Hauptstadt. Der Status Jerusalems ist eine der zentralen Fragen in allen Verhandlungen über eine Zweistaatenlösung.

Die Palästinensische Befreiungsorganisation hatte 1993 das bis dahin von ihr bestrittene Existenzrechts Israels anerkannt. Allerdings stellt die Weigerung der Palästinenser-Regierung, Israel als jüdischen Staat anzuerkennen, aus israelischer Sicht heute das Hauptproblem für die Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen dar.

Von

rtr

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