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07.11.2014

16:56 Uhr

Panzerkolonne in der Ostukraine?

Kiew wirft Russland Truppenbewegungen vor

Aussage gegen Aussage: Sowohl Kiew als auch Moskau werfen sich gegenseitig Provokation vor. Der ukrainische Präsident spricht gegenüber der Bundeskanzlerin von einer Eskalation der Lage. Merkel zeigt sich besorgt.

Der russische Präsident Wladimir Putin und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko ringen um die Macht in der Ostukraine. dpa

Der russische Präsident Wladimir Putin und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko ringen um die Macht in der Ostukraine.

Moskau/KiewDer proeuropäische ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat bei einem Telefonat mit Kanzlerin Angela Merkel eine Verschärfung der Lage in der Unruheregion Donbass beklagt. Es gebe Rückschritte in dem zuletzt vereinbarten Entspannungsprozess, sagte der Staatschef am Freitag. „Das führt zu einer Eskalation des Konflikts“, sagte er dem Präsidentenamt zufolge.

Das Militär in Kiew sprach unterdessen sogar von einer russischen Panzerkolonne, die angeblich in ukrainisches Gebiet vorgestoßen sei. Die Militärführung legte keine Beweise vor. Russland wies dies wie in der Vergangenheit als „provozierende Mitteilung“ zurück.

In der Mitteilung von Poroschenko war keine Rede von einer Intervention des russischen Militärs. Der Staatschef beklagte allerdings, dass die im September in der weißrussischen Hauptstadt Minsk vereinbarte Waffenruhe zwischen prorussischen Separatisten und Vertreter der Ukraine gebrochen werde.

Kremlchef Wladimir Putin hatte sich zuletzt ebenfalls besorgt gezeigt über den „Bürgerkrieg“. Die Situation sei am Donnerstag Thema bei einer Sitzung des russischen Sicherheitsrates in Moskau gewesen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Von ukrainischer Seite werde weiter auf die Stellungen der Aufständischen geschossen.

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Das ukrainische Militär hält sich nach eigenen Angaben an die Feuerpause. Geschossen werde nur bei Angriff. Sicherheitsratssprecher Andrej Lyssenko teilte in Kiew mit, es seien dabei erneut fünf Soldaten getötet worden. Nach ukrainischen Angaben wurden bei Kämpfen am Flughafen Donezk auch 200 Separatisten getötet. Es gab keine unabhängige Bestätigung dafür.

Die ukrainische Führung sieht sich bisweilen auch im eigenen Land Vorwürfen ausgesetzt, mit der Lage in der Ostukraine von den schweren Problemen im Land abzulenken. Auch zwei Wochen nach der Parlamentswahl gibt es kein Endergebnis. Die prowestlichen Kräfte ringen nach ihrem Sieg weiter um eine Koalitionsbildung. Die wirtschaftlichen Probleme nehmen unterdessen zu. Die Währungsreserven der Zentralbank sanken auf 12,6 Milliarden US-Dollar – so wenig wie zuletzt 2005. Die Landeswährung Griwna sank auf einen neuen Tiefstand. Dem Land droht der Bankrott.

Kommentare (32)

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Herr John Smidt

07.11.2014, 13:20 Uhr

Das wird ja schon langsam lächerlich!

Ich konstatiere, Eintritt der russischen Streitkräfte Nummer: 61

Herr John Smidt

07.11.2014, 13:24 Uhr

Zur Info:
in der Nacht vom 05.11. auf 06.11. haben die ukrainischen Streitkräfte versucht Donezk einzunehmen. Der Versuch ist gescheitert, aber eine Bombe ist in der Schule explodiert, viele Kinder sind gestorben!

http://www.rtdeutsch.com/5607/international/ermittlungskomitee-kiew-gab-anweisung-fur-beschuss-der-schule-in-donezk/

Aber darüber wird in den Medien nicht berichtet!!!

Herr Josef Schmidt

07.11.2014, 13:53 Uhr

Gibt Luftaufnahmen, Satellitenfotos, Handyfotos, von mir aus handgemalte Bilder oder sonstige Beweise oder wieder nur leere Behauptungen. Irgend ein zerstörter Panzer oder sonstiges Fahrzeug wird es doch von dieser ukrainischer Armee oder NSA, CIA, FBI XYZ doch geben ?

Da trollt irgend eine Zeitung etwas und alle schreiben wieder ab.

Alles nur Verschwörungstheorie.

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