Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.11.2011

00:00 Uhr

Papandreous Nachfolger

Ein Premier ist angeblich gefunden, verraten wird noch nichts

Nach dem angekündigten Rückzug Papandreous tritt Griechenland auf der Stelle. Regierung und Opposition haben sich aber angeblich, laut vereinzelten Meldungen, auf einen Ministerpräsidenten geeinigt, der die Notregierung führen soll.

Papandreou in seiner Fernseh-Ansprache an das griechische Volk. Reuters

Papandreou in seiner Fernseh-Ansprache an das griechische Volk.

AthenDer neue Regierungschef Griechenlands wird heute bekannt gegeben. Präsident Karolos Papoulias erklärte am Mittwochabend in Athen, die Beratungen mit den Spitzen der sozialistischen und konservativen Partei würden am Donnerstag um 09.00 Uhr fortgesetzt. Eigentlich war erwartet worden, dass das Treffen am Abend mit der Ernennung des neuen Ministerpräsidenten und seines Kabinetts enden würde.

Der sozialistische Ministerpräsident Giorgos Papandreou hatte zuvor seinen Rücktritt angekündet, um den Weg für eine „Regierung der nationalen Einheit“ freizumachen, die das Land aus der Krise führen soll. In einer Fernsehansprache sagte der sozialistische Regierungschef am Mittwoch, Griechenland werde eine Regierung der nationalen Einheit erhalten. Er gab aber nicht bekannt, wer der neue Ministerpräsident werden soll. Papandreou wollte gleich nach Ansprache bei Staatspräsident Karolos Papoulias seinen Rücktritt erklären.

Die geplante Regierung der nationalen Einheit solle eine „starke Botschaft an unsere Partner senden, dass wir Griechen fähig sind, unsere Verantwortung zu übernehmen und zu kooperieren“, sagte Papandreou in der Ansprache.

Zwischenzeitlich wurde auch der bisherige Parlamentspräsident als Nachfolger Papandreous gehandelt. „Wir haben uns auf Petsalnikos verständigt, aber das kann sich zwischen jetzt und dem Treffen des Ministerpräsidenten mit dem Präsidenten noch ändern“, hieß es am Nachmittag von Mitgliedern der Sozialisten und der Konservativen, die namentlich nicht genannt werden wollten.

Zuvor war das für 16.00 Uhr geplante Gespräch des scheidenden sozialistischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou mit Staatsoberhaupt Karolos Papoulias um eine Stunde nach hinten verlegt worden.

Papandreou und der konservative Oppositionsführer Antonis Samaras hatten seit Sonntag über die Bildung einer Übergangsregierung verhandelt, die die harten Sparmaßnahmen umsetzen und Neuwahlen vorbereiten soll. Die Verhandlungen wurden am Mittwoch nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens abgeschlossen. Nach dem Gespräch mit Papandreou war ein Gespräch des Präsidenten mit den Parteichefs geplant. „Und dann wird die neue Regierung bekanntgegeben werden“, hatte ein Mitarbeiter des scheidenden Ministerpräsidenten am Morgen erklärt.

Die Verhandlungen hatten sich trotz Drucks aus der Europäischen Union hingezogen. Zuletzt schaltete sich sogar Zentralbank-Chef Giorgos Provopoulos in die Gespräche ein und drängte die Parteien zur Eile. Jede Verzögerung werde das Ansehen Griechenland weiter schädigen, warnte Provopoulos in einer seiner seltenen politischen Stellungnahmen.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

09.11.2011, 19:34 Uhr

PAPPERLAPAPP - GRIECHENLAND IST PLEITE!
Die Karawane zieht weiter ....
Unter dem Eindruck des Wertschwundes italienischer Staatsanleihen wirkt diese Nachricht wie ein lauer Wind im Vergleich des aufkommenden Orkans an der westlichen Adria-Küste.

Dem Menschen P. muß man Gesundheit wünschen.
Und diese ist in Griechenland für ihn nicht zu erwarten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×