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19.03.2013

07:30 Uhr

Papst Franziskus

Warten auf die Amtseinführung

Die Welt blickt wieder auf Rom: Knapp eine Woche nach seiner Wahl wird der neue Papst Franziskus ins Amt eingeführt. Zur großen Zeremonie werden Gäste aus aller Welt in der Ewigen Stadt erwartet.

Warten auf den neuen Papst: Heute wird Franziskus offiziell in sein neues Amt eingeführt. Es werden Hunderttausende zur Feier erwartet. dpa

Warten auf den neuen Papst: Heute wird Franziskus offiziell in sein neues Amt eingeführt. Es werden Hunderttausende zur Feier erwartet.

RomSechs Tage nach der Papstwahl wird Franziskus an diesem Dienstag feierlich ins Amt eingeführt. Zahlreiche Staats- und Regierungschefs und die Spitzen von Religionsgemeinschaften und anderen Kirchen wollen dazu auf den Petersplatz kommen. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden erheblich verstärkt, auch Scharfschützen beziehen Position.

Aus der argentinischen Heimat des Papstes reiste Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner an, aus den USA kam Vizepräsident Joe Biden. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zugesagt. Insgesamt erwartet der Vatikan mehr als 130 Delegationen und 250 000 Pilger am Petersplatz.

Bei der Feier werden Franziskus die Insignien der päpstlichen Macht übergeben: der Fischerring und das Pallium, eine Art Schal. Alle in Rom anwesende Kardinäle und Hunderte Bischöfe und Priester feiern mit dem Oberhaupt von 1,2 Milliarden Katholiken weltweit.

Papst Franziskus: Ein Mann mit Vergangenheit

Papst Franziskus

Ein Mann mit Vergangenheit

Die Argentinier sind in Feierlaune, mit Franziskus wurde einer von ihnen Papst. Aber die Vergangenheit der katholischen Kirche in Argentinien ist nicht unbelastet – und wirft auch auf Franziskus einen Schatten.

Bevor die Feier beginnt, will der 76-Jährige mit dem Papamobil oder einem Jeep eine Runde auf dem Petersplatz drehen. Die Zeremonie beginnt mit einem Gebet am Petrus-Grab unter dem Papstaltar im Petersdom. Dabei wird Franziskus von anderen Würdenträgern begleitet, unter ihnen auch Spitzen der Ostkirchen. In einer feierlichen Prozession geht es dann hinaus auf den Petersplatz - nach der Überlieferung der Ort des Martyriums des ersten „Papstes“ Petrus.

Erstmals seit fast 1000 Jahren reist auch der orthodoxe Patriarch von Konstantinopel zu den Feierlichkeiten an. Bartholomäus I. brach am Montag Richtung Rom auf, sagte ein Sprecher des Patriarchen der Nachrichtenagentur dpa in Istanbul. Die Entscheidung zur Teilnahme stehe im Zusammenhang mit den großen Fortschritten in den Beziehungen der Kirchen in der letzten Zeit. Die Eigenständigkeit der orthodoxen Kirchen geht auf die große Kirchenspaltung (Schisma) aus dem Jahr 1054 zurück.

Der Fischerring des neuen Papstes ist nach Angaben von Lombardi aus vergoldetem Silber. Abgebildet sei Petrus mit den Schlüsseln. Nach dem Matthäus-Evangelium setzte Jesus Petrus als ersten Kirchenführer ein: „Du bist Petrus, der Fels, auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen (...). Ich werde Dir die Schlüssel des Himmelreiches geben.“ Rote Kreuze auf dem Pallium, das nach Vatikanangaben von Vorgänger Benedikt XVI. stammt, erinnern an das Martyrium von Jesus Christus am Kreuz.

Von

dpa

Kommentare (1)

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pool

19.03.2013, 08:32 Uhr

Gottesteilchen, Papst-Boson - das frühe Mittelalter ist auferstanden.

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