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11.03.2013

16:12 Uhr

Papst Wahl

Jetzt wird gebetet und gewählt

Nach 161 Wortmeldungen haben die Kardinäle die Vorkonklave trotz weiterem Redebedarf einfach abgebrochen. Anstatt sich weiter zu beraten, ziehen sich die 115 Kardinäle noch einmal zurück, bevor es morgen ernst wird.

Die 115 Kardinäle gönnen sich noch eine Nacht der Ruhe, bevor es ernst wird und sie den nächsten Papst wählen. dpa

Die 115 Kardinäle gönnen sich noch eine Nacht der Ruhe, bevor es ernst wird und sie den nächsten Papst wählen.

VatianstadtAm Ende brechen sie ihre Aussprache einfach ab: Nach insgesamt 161 Wortmeldungen ist für die Kardinäle Schluss mit ihren Kongregationen, dem Vorkonklave. Manche hätten noch zu reden gewünscht, sagt Vatikansprecher Federico Lombardi. Doch die Runde der Purpurträger beschließt am Montag per Abstimmung, die Aussprache trotz der offenen Redewünsche zu beenden und sich zurückzuziehen. Eine Nacht der Ruhe gibt es noch, dann wird es Ernst: Am Dienstagabend gegen 20.00 Uhr könnte zum ersten Mal Rauch über der Sixtinischen Kapelle im Vatikan aufsteigen.

Mit einem neuen Papst bereits nach dem ersten Wahlgang am Dienstag rechnet in Rom niemand ernsthaft. Und dennoch wissen die Kardinäle, dass diese erste Abstimmung eine ganz entscheidende werden kann. Liegt einer der Favoriten deutlich vorne, könnten sich für die folgenden Abstimmungen weitere Kardinäle auf dessen Seite schlagen. So war es bei der Wahl Joseph Ratzingers im Jahr 2005: Der lag früh vorne und wurde dann bereits im vierten Wahlgang Papst.

Gibt es dagegen etwa gleichstarke Favoriten, könnte die Stunde eines Dritten schlagen. So war es 1978 bei der Wahl Karol Wojtylas, der im achten Wahlgang zum Überraschungs-Papst Johannes Paul II. gewählt wurde.

Mit dem Eindruck des ersten Wahlgangs werden sich die Kardinäle am Dienstagabend zurückziehen und bis Mittwochvormittag womöglich die entscheidenden Überlegungen für die nächsten Wahlgänge anstellen. Je zwei Mal vormittags und nachmittags wird dann abgestimmt.

Obwohl das Rennen um die Nachfolge von Papst Benedikt XVI. allen Beobachtern als vollkommen offen erscheint, wird im Vatikan mit einem schnellen Konklave gerechnet. Diese Ansicht vertrat etwa Vatikansprecher Lombardi, aber auch der mit 80 Jahren älteste Wahlberechtigte, der deutsche Kardinal Walter Kasper, erwartet noch vor dem Wochenende einen neuen Papst.

Als Top-Favoriten gelten derzeit der Mailänder Kardinal Angelo Scola und der Brasilianer Odilo Scherer aus São Paolo. Zwei starke Kandidaten führen aber wiederum zu dem Problem, dass sie sich gegenseitig ausstechen könnten. Eine Zweidrittelmehrheit ist zur Wahl des neuen Papstes notwendig - das sind insgesamt 77 der 115 am Konklave teilnehmenden Kardinäle.

Auch am Montag, in der letzten Runde des Vorkonklaves, an der noch die aus Altersgründen nicht mehr wahlberechtigten Kardinäle jenseits der 80 Jahre teilnehmen durften, ging es um die auf den neuen Papst zukommenden Herausforderungen. Vor allem über die Probleme der von Skandalen gebeutelten Vatikanbank wurde ausführlich diskutiert. Eine der vielen Baustellen, die Benedikt seinem Nachfolger hinterlassen hat und wo nun viel Tatkraft nötig ist.

Während in der Sixtinischen Kapelle die Vorbereitungen des Konklaves eilig abgeschlossen wurden, verlief der Montag auf dem Petersplatz ruhig und unaufgeregt. Touristen reihten sich geduldig ein, um den Petersdom zu besuchen. Souvenirhändler betrieben ihr Geschäft mit Marienfiguren, Rosenkränzen, Kreuzen oder Bildern der Päpste - darunter auch immer wieder Bilder von Benedikt XVI..

Am Dienstag wird der zurückgetretene Papst auch unter den Kardinälen für viele wieder präsenter als in den vergangenen Tagen sein. Denn am Festgottesdienst zur Eröffnung des Konklaves wird auch sein Vertrauter und Privatsekretär Georg Gänswein teilnehmen, wie Lombardi bekannt gab.

Gänswein wird den in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo weilenden Benedikt XVI. einen Tag allein lassen und nach Rom kommen. Beim Einzug in die Kirche darf er noch mit dabei sein. Doch sobald sich die Kardinäle zum Konklave zurückziehen, wird sich auch der Erzbischof zurückziehen müssen.

Seine Zukunft ist offen - nach den wenig praktikabel wirkenden bisherigen Plänen soll er sowohl für Benedikt XVI. als auch für dessen Nachfolger arbeiten. Welche Rolle der Sekretär spielen soll, werde der neue Papst entscheiden müssen, sagte Lombardi - auch für Gänswein wird es ab Dienstag spannend.

Von

afp

Kommentare (1)

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Frank3

11.03.2013, 17:29 Uhr

" Das Wesen der Seele nach dem Tode läßt sich niemals beschreiben, noch ist es angemessen und erlaubt, ihre ganze Beschaffenheit den Augen der Menschen zu enthüllen. Die Propheten und Boten Gottes wurden zu dem einzigen Zweck herabgesandt, die Menschheit auf den geraden Pfad der Wahrheit zu führen. Ihre Offenbarung hat den Zweck, alle Menschen zu erziehen, damit sie zur Todesstunde in größter Reinheit und Heiligkeit, in völliger Loslösung zum Throne des Höchsten aufsteigen."
http://www.geistigenahrung.org/leben-nach-dem-tod.html#wesen-der-seele


UND der NEUE PAPST NUN WAHRHEIT SAGER ??
WO DOCH SOGAR HIER nur GLAUBEN GEBEN RUFEN und die SCHAFE und BEWUSST NICHT NACH WAHRHEIT RUFEN .

PAPST !!! Gott ?


ATHEIST SICH Gott
SOUVERÄN
Frank Frädrich WILL AUCH WAHRHEITEN WISSEN WELCHE NURNOCH 4 IM ZUSAMMENHANG WISSEN

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