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01.06.2017

15:58 Uhr

Pariser Klimaabkommen

US-Staaten auch ohne Trump gegen Erderwärmung

US-Präsident Trump spielt mit dem Gedanken, dem Pariser Klimaabkommen die Unterstützung zu entziehen. Dutzende US-Bundesstaaten und Städte wollen trotzdem weiterhin für den Klimaschutz eintreten.

Anders, als es dieses Bild vermuten lässt, liegt dem US-Präsidenten der Klimaschutz offenbar nicht sehr am Herzen. Einige US-Bundesstaaten wollen trotzdem eigenständig für den Klimaschutz eintreten. dpa

Donald Trump

Anders, als es dieses Bild vermuten lässt, liegt dem US-Präsidenten der Klimaschutz offenbar nicht sehr am Herzen. Einige US-Bundesstaaten wollen trotzdem eigenständig für den Klimaschutz eintreten.

New YorkSollte US-Präsident Donald Trump dem Pariser Klimaabkommen die Unterstützung entziehen, würden die Bemühungen in den USA gegen die Erderwärmung wohl nicht ohne Weiteres enden. In Dutzenden US-Staaten und vielen Städten gibt es Maßnahmen, um Treibhausgasemissionen zu reduzieren und mit den Auswirkungen steigender Temperaturen umzugehen. Und es gibt Pläne für weitere Schritte.

In links gerichteten Gegenden gilt das als gute Politik. Selbst in Staaten, die den Republikanern zuzuordnen sind und in denen es starken Widerstand gegen die Vorstellung gibt, dass Menschen die Erwärmung des Planeten verursachen, gelten erneuerbare Energien und Präventivmaßnahmen gegen Überflutungen als schlaues Unternehmen.

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Am Donnerstagabend will Donald Trump seine Entscheidung für oder gegen den Verbleib der USA im Pariser Klimaabkommen bekanntgeben. Für einen Austritt hätte Klimaskeptiker Trump unterschiedliche Möglichkeiten.

Es gibt allerdings noch viel Unklarheit darüber, welche Folgen ein dramatischer Wechsel der Bundespolitik in den USA für staatliche und örtliche Initiativen hätte. Das gilt vor allem für den Fall, dass der Kongress, wie von Trump gefordert, die Finanzierung für diese Maßnahmen kürzt.

Mehr als zwei Dutzend US-Staaten haben Klagen gegen den sogenannten Clean Power Plan der Obama-Regierung eingereicht, der CO2-Ausstöße von Kraftanlagen reduzieren sollte. Gleichzeitig haben viele Staaten erhebliche Fortschritte dabei gemacht, die Ziele des Plans zu erlangen. 40 Staaten sind auf dem Weg, ihre für 2030 gesetzten Zielsetzungen unter dem Plan zu erreichen, wie aus Angaben der US-Umweltschutzbehörde EPA hervorgeht. 35 Staaten halten sich bereits an Interimsvorschriften für 2022, zum Teil dadurch, dass Versorgungsunternehmen sich für eine Schließung von kohlebetriebenen Anlagen und einen Umstieg auf Erdgas entschieden haben.

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29 Staaten und der Hauptstadtbezirk Washington D.C. schrieben Stromanbietern vor, bestimmte Strommengen aus erneuerbaren oder alternativen Quellen wie Wind, Sonne und Geothermik zu produzieren. Das geht aus Angaben der Non-Profit-Organisation Center for Climate and Energy Solutions hervor. Kalifornien und der Staat New York haben ihre Versorgungsunternehmen aufgefordert, bis 2030 die Hälfte ihres Stroms aus erneuerbaren Energiequellen zu erzeugen.

Kalifornien ermutigt mit Steuervergünstigungen zum Besitz von elektrischen Autos. Der Gouverneur von Massachusetts, Charlie Baker, hat mehr als 1,8 Millionen Dollar an Zuschüssen an 19 Gemeinden für klimabezogene Projekte gegeben. Doch fallen solche Ausgaben deutlich hinter die Milliarden von Dollar zurück, die bislang von der US-Regierung zur Verfügung gestellt wurden.

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