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18.11.2013

19:21 Uhr

Parlament

Türkei kann sich nicht auf neue Verfassung einigen

Die veraltete Verfassung der Türkei bleibt bestehen. Ein Ausschuss des türkischen Parlaments konnte sich auf keinen neuen Entwurf einigen. Die Opposition befürchtete einen Machtanstieg von Präsident Erdogan.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Den Forderungen seiner Partei AKP für die neue Verfassung wollte die Opposition nicht zustimmen. dpa

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Den Forderungen seiner Partei AKP für die neue Verfassung wollte die Opposition nicht zustimmen.

AnkaraIm türkischen Parlament ist ein Anlauf für eine neue Verfassung vorerst gescheitert. Der entsprechende Ausschuss werde nach gut zweijähriger Tätigkeit aufgelöst, sagte ein Vertreter der Regierungspartei AKP am Montag in Ankara. Demnach gibt es nach Ansicht des Parlamentspräsidenten keine Chance auf einen Kompromiss mehr. In dem Gremium, in dem Vertreter von vier Parteien sitzen, waren die Gespräche seit Wochen festgefahren.

Die jetzige Verfassung geht auf die Militärregierung zurück, die das Land Anfang der 80er Jahre beherrschte. Sie wurde seitdem häufig geändert. Doch alle politischen Parteien wollen eine grundlegende Überarbeitung. Die Opposition fürchtet, dass Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan mit den von seiner AKP vorgeschlagenen Änderungen zu viel Macht bekommt. Zu den wichtigsten Punkten in der Verfassung gehören das Staatsbürgerschaftsrecht und die Religionsfreiheit.

Von

rtr

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