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21.03.2012

20:01 Uhr

Parlamentsabstimmung

Italiens Wirtschaft wird liberalisiert

Das italienische Parlament stimmte für ein Reformpaket zur Liberalisierung der Wirtschaft. Die Entscheidung gilt als Sieg für Ministerpräsident Mario Monti.

Italiens Premierminister Mario Monti bei der Parlamentsabstimmung in Rom. dpa

Italiens Premierminister Mario Monti bei der Parlamentsabstimmung in Rom.

RomIn Italien kommen die Reformbemühungen der Regierung voran. Das Parlament billigte am Mittwoch ein Paket zur Liberalisierung der Wirtschaft. Die Pläne sehen eine Öffnung der Privatwirtschaft vor. So sollen Mindestgebühren für Buchhalter, Architekten oder Notare entfallen und mehr Apotheken zugelassen werden. Kritiker monierten, dass die Reformen im Parlament abgemildert worden seien. So bleiben die Bürgermeister für die Ausgabe von Taxilizenzen zuständig. Die Regierung wollte diese Aufgabe eigentlich an eine neue Verkehrsbehörde übertragen, die dem Druck von Lobbyisten weniger stark ausgesetzt wäre.

Die Abstimmung gilt dennoch als Sieg für Ministerpräsident Mario Monti, der den starren Arbeitmarkt deregulieren will und dabei auf großen Widerstand stößt. So lehnt die größte italienische Gewerkschaft CGIL eine Lockerung des Kündigungsschutzes ab und rief zu einem Generalstreik auf.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

22.03.2012, 05:52 Uhr

Monti vor, noch ein Tor!

Den Mann würde ich mir als Präsident für ganz Europa wünschen.

Liberalismus wird am Ende siegen, allen Unkenrufen der Kritiker des Neo-liberalen Kapitalismus zum trotz.

Dieses linke Rotzpack sollte man ganz klar vor eine Entscheidung stellen: Entweder aufhören mit dem Firlefanz und der Kapitalismuskritik oder Arbeitsplätze weg. Schluss aus Basta.

Betriebe in denen rumgestreikt wird von diesen faulen arbeitsscheuen Säcken sollten sofort als Gegenmaßnahme schließen und androhen den Betrieb ins Ausland zu verlagern. Es sei denn der Pöbel entscheidet sich evtl. doch noch fürs arbeiten.

Sandro

22.03.2012, 08:11 Uhr

Wenn man bedenkt, dass Italien so gut wie kein Sozialsystem hat, aber immer mehr Auslagerungen von Produktion ins billigere Ausland, dann erscheint einem der 1. Kommentar wie Hohn.
Wer ohne Arbeit ist, kann sich entscheiden zwischen einer Karriere als Krimineller oder Verhungern.
Eine Invalidenrente von 80% sind genau 267 Euro - wer bitte kann davon leben?
Kein Hartz4, kein Wohngeld, kein Kindergeld.

Die Rente gibts mit 66 Jahren und 3 Monaten und steigt an bis 2018 auf 68 Jahre.

Monti sammelt Geld ein - für die Banken und Investoren in griechische und andere Staatsanleihen.
Italien geht gerade so dermaßen den Bach runter, alles andere ist Propaganda.
Wir leben hier uns sehen jeden Tag Armut und Hoffnungslosigleit wachsen.
Die einzigen, die gut und sicher ihr Brot verdienen, sind die, welche im Staatapparat arbeiten bzw. "anwesend" sind, oft nichtmal das. Kommunen haben 2 halbe Öffnungstage fürs Publikum, ansonsten findet man die Herrschaften in den Cafébars und am Strand, in ihren Zweit- und Dritthäusern auf dem Lande etc..
Das einfache Volk leidet, Liter Benzin gestern 1,98 €.

Antikapitalist

22.03.2012, 09:46 Uhr

ja, prokapitalismus: am besten alle Arbeitsplätze weg und alles wegrationalisieren, aber bitte nur in verbindung mit schließung aller märkte und börsenplätze. da sitzen ja die größten faulen arbeitsscheuen säcke. wird zeit, dass mal wieder der pöbel das zepter übernimmt und den Knüppel schwingt, dass den fetten Wänsten Beine gemacht wird.

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