Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.03.2012

04:54 Uhr

Parlamentsentscheidung

Athen spart weiter, auch im Gesundheitssektor

In Griechenland wollen heute die Fahrer der öffentlichen Verkehrsmittel streiken. Aber das Parlament hat nun den letzten Teil der harten Sparmaßnahmen verabschiedet. Nach den Renten ist der Gesundheitsbereich dran.

Finanzminister Evangelos Venizelos dpa

Finanzminister Evangelos Venizelos

AthenDas griechische Parlament hat in der Nacht zum Donnerstag erwartungsgemäß weitere harte Sparmaßnahmen gebilligt. 213 Abgeordnete im 300-köpfigen Parlament stimmten für weitere Kürzungen, diesmal im Gesundheitsbereich, wie das Parlamentspräsidium mitteilte. Das griechische Gesundheitssystem gilt als teuer und ineffizient. Das Mittelmeer-Land gibt dafür im Jahr rund 25 Milliarden Euro aus.

Damit wurde der letzte Teil eines ganzen Bündels von Maßnahmen verabschiedet, mit denen mehr als 3,2 Milliarden Euro eingespart werden sollen. Diese Maßnahmen sind Voraussetzung für das zweite Hilfspaket in Höhe von 130 Milliarden Euro.

Am Vortag hatte das Parlament die Kürzung der Renten gebilligt. Zudem hatte Anfang der Woche der Ministerrat bereits weitere Kürzungen, darunter auch die des Mindestlohnes, in Höhe von 22 Prozent verabschiedet. Der Mindestlohn wurde damit von monatlich 751 brutto auf 586 Euro brutto gekürzt. Aus Protest gegen die Sparmaßnahmen wollen die Fahrer der öffentlichen Verkehrsmittel in Athen am Donnerstag für 24 Stunden streiken.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

01.03.2012, 06:44 Uhr

25 Mrd€ zu ca. 11 MioEinwohnern => ca. € 2.300,00 an Ausgaben pro Person und Jahr allein im Medizinbereich.

Möchte mal wissen, ob die Wartezimmer in GR in Alcantara-Ausführung ausgestaltet sind, oder ob das Fitness-Studio mitbezahlt wird.

Hat jemand Vergleichswerte für Netto-Unterstützungs-Zahlerländer?

Account gelöscht!

01.03.2012, 13:27 Uhr

Ich habe zwar keine Vergleichszahlen, aber ich weiß, warum die gr. Ausgaben u.a. so hoch sind: die Krankenhäuser bestellen sich ihre Medikamente selbst. Über einen langen Zeitraum wurde jedes 3. Medikament einfach weggeworfen, damit öfter bestellt werden konnte. Denn es gab Deals mit der Pharmaindustrie und man bekam satte Prozente. Die Preise konnten praktisch selbst gemacht werden, denn eine Prüfung gab es nicht.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×