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11.09.2013

14:48 Uhr

Parlamentsentscheidung

Die Schweiz kauft 22 Saab-Kampfflugzeuge

Braucht die Schweiz eine Luftwaffe? Das Parlament hat sich für den Kauf von Militärflugzeugen entscheiden und investiert 2,5 Milliarden Euro in die schwedischen Maschinen. Für Saab ist der Auftrag ein wichtiges Signal.

Maschinen des Typus Gripen: Die Saab-Aktie legte nach der Abstimmung um 2,5 Prozent zu. dpa

Maschinen des Typus Gripen: Die Saab-Aktie legte nach der Abstimmung um 2,5 Prozent zu.

ZürichDie Schweiz ist dem seit Jahren diskutierten Kauf neuer Militärflugzeuge einen Schritt näher gekommen. Die große Kammer des Schweizer Parlaments (Nationalrat) beschloss am Mittwoch die Beschaffung von 22 Kampfflugzeugen vom Typ Gripen. Die Maschinen des schwedischen Herstellers Saab sollen rund 3,1 Milliarden Franken (2,5 Milliarden Euro) kosten. Die endgültige Entscheidung dürfte aber in einer Volksabstimmung fallen.

113 Abgeordnete im Nationalrat stimmten mit Ja, 68 mit Nein. Gegen den Kauf sprachen sich vor allem die Sozialdemokraten und die Grünen aus. Sprecher der beiden Fraktionen bezweifelten, ob die Schweiz überhaupt eine Luftwaffe braucht. Die Gripen sollen 54 Maschinen vom Typ F5 Tiger ersetzen, die bereits 30 Jahre alt sind.

Die zweite Kammer, der Ständerat, wird in der kommenden Woche über die Flugzeugbeschaffung abstimmen. Aber auch nach der erwarteten Zustimmung im Ständerat, ist der Kauf noch nicht in trockenen Tüchern. Die Gegner kündigten bereits eine Unterschriftensammlung für eine Volksabstimmung an. Und da könnte das Rüstungsprojekt scheitern. In einer Meinungsumfrage der Zeitung "Sonntags-Blick" sprachen sich 63 Prozent der Befragten gegen den Flugzeugkauf aus.

Für Saab ist der Auftrag wichtig, um seine Fabriken auszulasten. Zudem erhoffen sich die Schweden einen internationalen Durchbruch für ihr Flugzeug. Die Saab-Aktie legte an der Stockholmer Börse 2,5 Prozent zu. Endgültig aus dem Rennen ist der Eurofighter Typhoon, der von einem Konsortium von BAE, Finmeccanica and EADS entwickelt wurde.

Von

rtr

Kommentare (2)

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W.Tell

11.09.2013, 15:21 Uhr

Die Schweiz nimmt also die SPD-Drohungen mit der Kavallerie ernst und rüstet auf! Können die Flieger auch gegen eine Steinbrücke eingesetzt werden?

Otton

22.09.2013, 05:33 Uhr

Die Schweizer leben in der wirklichen Welt, deshalb koennen sie auch 2013 innerhalb von 48 Stunden die groesste Verteidigungsmacht in Europa aktivieren: 800,000. Und das Heer haelt sogar noch 2000 Bergpferde um die Artillerie in die Gebirge zuschleppen. Die Paepste wussten schon warum sie seit 1500 immer schweizer Militaer im Vatikan stationieren. Die Schweiz hat eine ABSCHRECKUNGSMACHT: Der Angreifer muss mit Verlusten rechnen. Nach dem "Einsatz" der BRD "Bundeswehr" gegen Serbien - wollen ALLE Nachbarn dass die USA und Britanien fuer ewig ihre 70,000 Truppen in Deutschland zur Besetzung lassen... (Why do you think 70,000 remain in Germany ? The Brits till 2035, the U.S. "to eternity"...)

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