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10.05.2013

22:00 Uhr

Parlamentswahl

Gewaltwelle geht historischer Wahl in Pakistan voran

Es ist eine Wahl von historischer Tragweite: Am Samstag stimmen die Pakistaner über ein neues Parlament ab. Durch die Vorbereitungen hat sich bisher eine Spur der Gewalt gezogen. Die Sicherheitsvorkehrungen sind streng.

Pakistanische Wahlbeobachter warten auf den Transport zu den Wahllokalen. AFP

Pakistanische Wahlbeobachter warten auf den Transport zu den Wahllokalen.

IslamabadIn einem historischen Schritt wählen die Menschen in Pakistan am Samstag ein neues Parlament. Erstmals in der von Militärputschen geprägten Geschichte gibt eine demokratische Regierung am Ende der fünfjährigen Wahlperiode die Macht an die nächste weiter. Bislang standen die Vorbereitungen zur Wahl jedoch im Zeichen blutiger Gewalt. Bei Bombenanschlägen und Angriffen auf meist liberale und säkulare Parteien wurden in den vergangenen Wochen mehr als 125 Menschen getötet und Hunderte weitere verletzt.

Am Freitag, dem Tag vor der Wahl, kamen bei einem Bombenanschlag auf Büros von Kandidaten in der nordwestlichen Stadt Miran drei Menschen ums Leben. 15 weitere wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. Welche Kandidaten ins Visier der Angreifer geraten waren, war zunächst unklar. Für die Anschläge übernahm zunächst niemand die Verantwortung. Es wird aber vermutet, dass sie wie vorangegangene Bluttaten auf das Konto pakistanischer Taliban gehen, die für einen islamistischen Gottesstaat kämpfen.

Blutiger Wahlkampf in Pakistan beendet

Video: Blutiger Wahlkampf in Pakistan beendet

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Ebenfalls am Freitag warfen unbekannte Angreifer eine Granate in das Büro der regierenden Pakistanischen Volkspartei (PPP) in Quetta, der Hauptstadt der südwestlichen Provinz Baluchistan. Fünf Menschen wurden dabei verwundet, wie Polizeisprecher Fayyaz Sumbal mitteilte. In Baluchistan sind sowohl Islamisten als auch separatistische Aufständische aktiv, die eine Abspaltung der Provinz von Pakistan anstreben.

Angesichts der Gewalt wurden die Sicherheitsvorkehrungen rund um die Wahl massiv verschärft. Am Freitag überwachten Soldaten und Polizisten im ganzen Land die Übergabe von Wahlmaterial an örtliche Wahllokale.

Der Chef der Wahlkommission, Fakhruddin Ibrahim, rief die Pakistaner dazu auf, ihre Stimme abzugeben und sich von den Gewaltdrohungen nicht abschrecken zu lassen. „Wenn gute Menschen ihr Wahlrecht nicht nutzen, werden schlechte Menschen gewählt. Ich glaube, die Zukunft des Landes wird eine andere sein, wenn 60 Prozent der Wähler ihre Stimme abgeben“, sagte Ibrahim. „Der Tag ist gekommen, an dem die Menschen ihre Macht beweisen können.“ Bei der Parlamentswahl 2008 lag die Wahlbeteiligung bei 43,7 Prozent.

Bei der Parlamentswahl drohen der regierenden Pakistanischen Volkspartei (PPP) von Präsident Asif Ali Zardari schwere Verluste oder gar die Abwahl. Die Unzufriedenheit bei den Pakistanern ist groß - besonders über die schwache Wirtschaft, die verschärfte Energieknappheit und die prekäre Sicherheitslage.

Die besten Siegchancen werden der Muslim-Liga (Nawaz/PML-N) unter dem früheren Regierungschef Nawaz Sharif eingeräumt. Als mögliches Zünglein an der Waage wird die Partei Tehreek-e-Insaf (Bewegung für Gerechtigkeit) von Kricket-Legende Imran Khan gehandelt. Die vorläufigen Ergebnisse der Parlamentswahl werden am Sonntag erwartet.

Kommentare (1)

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pressidentarmedjihad@dynip.name

13.07.2013, 18:34 Uhr

ENTWDRE Pakistani ODER Islamist.

"A germanic church, a german Christainity is Nonsense" said Hitler accoinig to the president of Danzigs senate in the beginning of 1933 "You are either christ or German. you cannot be both."

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46169486.html

"Eine deutsche Kirche, ein deutsches Christentum ist Krampf", soll Hitler nach einem Bericht des Danziger Senatspräsidenten Rauschning Anfang 1933 gesagt haben. "Man ist entweder Christ oder Deutscher. Beides kann man nicht sein."

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