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12.12.2016

02:54 Uhr

Parlamentswahl in Mazedonien

Beide Kandidaten sehen sich als Sieger

Bei der Parlamentswahl in Mazedonien jubeln gleich zwei Parteien: Die beiden Kandidaten der Konservativen und der Sozialdemokraten erklären sich nach knapp 80 Prozent der ausgezählten Stimmen zum Sieger.

Anhänger von Oppositionsführer Zoran Zaev feiern den Sieg der Parlamentswahl - doch auch die Regierungspartei von Ex-Regierungschef Nikola Gruevski jubelt. AP

Mazedonien

Anhänger von Oppositionsführer Zoran Zaev feiern den Sieg der Parlamentswahl - doch auch die Regierungspartei von Ex-Regierungschef Nikola Gruevski jubelt.

SkopjeNach der Parlamentswahl in Mazedonien haben die zwei größten Parteien im Land den Sieg für sich reklamiert. Nach der Auszählung von 78,4 Prozent aller Stimmen teilte die Wahlkommission Montagnacht mit, die konservative Partei VMRO-DPMNE habe 39,05 Prozent erreicht. Die Sozialdemokraten lagen demnach bei 36,28 Prozent.

"Wir sind die Sieger", sagte Oppositionsführer Zoran Zaev in der Nacht zum Montag vor jubelnden Anhängern vor dem Regierungssitz in Skopje. Das endgültige Ergebnis stehe zwar noch aus, seine Partei habe aber einen Sitz mehr gewonnen als die VMRO-DPMNE. Es gebe einen "eindeutigen" Trend zugunsten der Sozialdemokraten.

Zuvor hatte sich bereits die Regierungspartei von Ex-Regierungschef Nikola Gruevski zum Sieger der Parlamentswahl erklärt. "Wir haben wieder gewonnen", sagte ein Vertreter der Parteiführung, Vlatko Gjorcev, in der Parteizentrale in Skopje. Damit habe die VMRO-DPMNE "den zehnten Sieg in Folge" über die sozialdemokratische SDSM von Oppositionsführer Zaev eingefahren.

Von allen bisher gezählten Stimmen führten die Konservativen mit 440 000, sagte der 46-Jährige. Die Sozialdemokraten hätten 415 000 bekommen.

Parlamentswahlen in Mazedonien: Neuwahlen sollen politische Krise beenden

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Ein Abhörskandal hat Mazedonien vor zwei Jahren erschüttert. Neuwahlen sollen die politische Krise beenden. Doch Umfragen zufolge liegt ausgerechnet der im Abhörskandal beschuldigte Ex-Regierungschef Gruevski in Front.

Mazedonien steckt in einer politischen Krise. Unter anderem wirft die Opposition der Regierung vor, in einer illegalen Aktion 20 000 Personen abgehört zu haben. Im Januar war Gruevski als Ministerpräsident zurückgetreten - er soll in seiner Amtszeit Millionen veruntreut, die Justiz manipuliert und seine Gegner brutal unter Druck gesetzt haben.

Die Wahlkommission berichtete von einer ruhigen und friedlichen Abstimmung. Es sei zu keinen Unregelmäßigkeiten gekommen. Die Wahl wurde von 8000 Mazedoniern und rund 650 internationalen Beobachtern beaufsichtigt. Mazedonische Aktivisten kritisierten, die Polizei habe geduldet, dass einige Wähler ihre Stimmabgabe fotografierten. Dies ist in dem Land eigentlich verboten.

Rund 1,8 Millionen Wahlberechtigte waren zur Stimmabgabe aufgerufen. Gewählt wurden 123 Abgeordnete. Drei Sitze sind für Mazedonier reserviert, die im Ausland leben. Das Wahlergebnis dürfte großen Einfluss auf die künftigen Chancen des Landes auf eine Mitgliedschaft in der EU sowie in der Nato haben.

Kommentare (1)

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Herr Peter Dirnberger

12.12.2016, 08:17 Uhr

Herr Troll, wechseln Sie doch mal die Unterhose und auch die Verlobte aber Sie haben ja beides nicht, Sie armer Wicht.
Mein Gott..dabei bin ich selbst so ein armer Wicht und mache mich selbst zum Troll....aber es geht mit mir durch...statt auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, kommentiere ich jetzt jeden Artikel ,wo auch der Troll ist......überall sehe ich Trolle.....

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