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10.03.2014

08:06 Uhr

Parlamentswahl in Nordkorea

Mister 100 Prozent

Wahlen in Nordkorea sind alles – nur nicht spannend. Nicht verwunderlich, wenn die Kandidaten von nur einer Partei kommen. Außerdem warb Kim Jong Un noch mit Gedichten und unmissverständlichen Aufrufen für den Urnengang.

Nordkorea hat gewählt

Wahl-Wahnsinn: 100 Prozent für Kim Jong Un

Nordkorea hat gewählt: Wahl-Wahnsinn: 100 Prozent für Kim Jong Un

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SeoulBei der staatlich strengstens überwachten Parlamentswahl in Nordkorea hat die Partei von Machthaber Kim Jong Un am Sonntag den erwarteten Sieg erzielt. „Alle Wähler haben sich beteiligt und 100 Prozent haben für Kim Jong Un gestimmt“, meldete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Montagmorgen. Das Ergebnis zeige die „die vollständige Unterstützung“ der Bevölkerung für den „höchsten Führer“.

Am Wahlausgang hatte es schon zuvor keinen Zweifel gegeben: In allen 687 Wahlbezirken war nur ein Kandidat für Kim angetreten, und die Stimmabgabe war verpflichtend. Die Oberste Volksversammlung des autoritär-kommunistisch regierten Staates wird alle fünf Jahre gewählt. Es war die erste Wahl, seit Kim nach dem Tod seines Vaters Kim Jong Il im Dezember 2011 die Macht übernommen hatte.

Kim war am Sonntag, wie einst sein Vater, im Wahlkreis Paektu angetreten. Der gleichnamige Berg wird in Nordkorea als heilig verehrt. Der Legende nach wurde Vater Kim dort geboren. Das nordkoreanische Parlament kommt nur ein bis zwei Mal pro Jahr zusammen, um den Haushalt oder andere Entscheidungen der Arbeiterpartei zu bestätigen.

Für die diesjährige Parlamentswahl ließ Kim seit Wochen mit Gedichten und unmissverständlichen Aufrufen werben. Darin wurde die Abstimmung etwa als „Welle der Gefühle und der Freude“ beschrieben. Auf den Stimmzetteln gab es nur die Möglichkeit, neben den Namen eine Ja-Stimme abzugeben.

Kim Jong Un bei der Stimmabgabe. Reuters, Sascha Rheker

Kim Jong Un bei der Stimmabgabe.

Der Urnengang dient dem Staat auch als Volkszählung, weil alle Nordkoreaner verpflichtet sind, zur Wahl zu gehen oder im Fall eines Nichterscheinens zu Hause aufgesucht werden. Kim verstärkte zwar seit seinem Amtsantritt die Grenzkontrollen. Dennoch gelang es im vergangenen Jahr mehr als 1500 Menschen, vor Armut und Verfolgung zu fliehen und sich über China ins verfeindete Südkorea abzusetzen.

Von

afp

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

10.03.2014, 09:56 Uhr

100% alle Achtung Kim. Dass das lächerlich absurd, die reinste Realsatire ist und auf einen infantilen Verstand, der Silberrücken spielt hindeutet, ist dem "Großen Führer" wahrscheinlich nicht klar. Aber Kimchen: gegen Chuck Norris hast Du keine Chance - selbst wenn Du 100% hast, er wird Dich mit 110% Prozent schlagen!

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