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23.11.2014

22:30 Uhr

Parlamentswahlen in Ungarn

Opposition siegt bei Nachwahl in Budapest

Langsam wird es eng für Viktor Orbans Fidesz-Partei in Ungarn: Bei einer Nachwahl in einem Wahlkreis macht die Opposition das Rennen, weitere Nachwahlen könnten ähnlich ausgehen. Dann wackelt die Parlamentsmehrheit.

Für ihn könnte die Luft etwas dünner werden: Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban. dpa

Für ihn könnte die Luft etwas dünner werden: Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban.

BudapestUngarns oppositionelle Sozialisten haben am Sonntag die Parlamentsnachwahl in einem Budapester Wahlkreis deutlich gewonnen. Ihr Kandidat Imre Horvath setzte sich mit 50,6 Prozent der Stimmen klar gegen den Bewerber der rechtsnationalen Regierungspartei Fidesz, Antal Hollosi (30,7 Prozent), durch. Das teilte die Wahlbehörde in Budapest mit.

Die Nachwahl im Wahlkreis Ujpest war erforderlich geworden, weil dessen Abgeordneter, der Sozialist Peter Kiss, gestorben war.

Die Fidesz von Ministerpräsident Viktor Orban muss um ihre Zweidrittelmehrheit im Parlament bangen, die an einem einzigen Mandat hängt. Denn Anfang nächsten Jahres wird es in der westungarischen Stadt Veszprem eine weitere Nachwahl geben. Sie wurde erforderlich, weil der Veszpremer Fidesz-Abgeordnete Tibor Navracsics seit 1. November EU-Kommissar ist und deshalb sein Mandat zurückgeben musste.

Die Amtszeit des Parlaments erstreckt sich bis Frühjahr 2018. Bei der Wahl im vergangenen April sicherte sich der Fidesz mit 45 Prozent der Stimmen 67 Prozent der Mandate. Experten schrieben dies Änderungen des Wahlgesetzes zu, die die Regierungspartei begünstigten.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Lars Werner

24.11.2014, 08:36 Uhr

So ergeht es allen zur Warnung, die mit dem Feind Russland kooperieren.

Herr Hartmann von und zu Ürömhatár

24.11.2014, 09:56 Uhr

Was für ein Schwachsinn!Es handelte sich um eine Nachwahl in Újpest, wo der Kandidat der MSZP, der dort gewonnen hatte, verstarb. Dadurch musste auf "Kommunalebene" für den Rat der Stadt Budapest neu gewählt werden, und es ist keine große Überraschung, dass dort ein AVH-Pförtner gewann.

Was das mit der Parlamentsmehrheit zu tun haben soll, das möge der Verfasser dieses Artikels erklären, der sicher als Taubstummer einen Blinden fragte, was der denn gesehen haben könnte.

Das nenne ich Trappschützen-Journalismus: selten ein Treffer aber es soll zumindest laut knallen.

Versuchen Sie mal seriös zu berichten. Ich weiß, über Ungarn ist es schwierig und nicht erwünscht. Man sollte aber nie vergessen, was Deutschland Ungarn zu verdanken hat. Fünf Plakate mit "Danke, Ungarn" zum 25-Jahres-Tag der Öffnung der "Mauer" war da doch sehr billig. Noch billiger als Ungarn-Bashing!

Und lieber Herr Werner: Sie haben keine Ahnung vom Verhältnis Ungarn-Russland, davon bin ich überzeugt.

Frau Eva Westermann

26.11.2014, 14:52 Uhr

Es stimmt nicht, was DPA und Handelsblatt gemeldet, geschrieben hat! In einem Bezirk in Budapest ist der Abgeordnete gestorben. Der Mann gehörte zu den Ex-Kommunisten MSZP. deshalb wurde hier neu gewählt. Wahlbeteiligung war niedriger als 30 %. Nachdem 3 Wahlen der FIDESZ Himmelhoch gewonnen hat, hatte man keine Interesse. Nun, hier in diesem Bezirk hat wieder - wie der gestorbene -ein Mann von MSZP gewonnen. Also, in dem Parlament gar nichts geändert hat. Fidesz und Christdemokraten haben wieder die 2/3 Mehrheit. Was bei einen anderen Wahl geschehen wird, weiß heute niemand. Nicht einmal DPA oder Handelsblatt. Zu suggerieren, dass Ungarn ein Regierungswechsel nahe steht, ist Blödsinn. Wenn die Zeitungen immer alle EVENTUALITÄTEN, was die Zukunft betrifft, alle Wunschdenken und so weiter niederschreiben würden, wäre kein Platz mehr für Nachrichten.
Inzwischen lacht Ungarn und weint darüber, was die hochgepriesene sogenannte westliche, unabhängige presse mich sich machen lässt und macht. Der Herausgeber des Spiegels Augstein pflegte zu sagen. Im Zweifel LINKS - es wäre Zeit zu sagen. im ZWEIFEL DIE WAHRHEIT!
Also: 2/3 Mehrheit haben FIDESZ-Christdemokraten im Parlament auch jetzt. Was die Zukunft bringt, weiß man nicht. Die Wähler werden entscheiden

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