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02.02.2012

04:41 Uhr

Pentagon

US-Kampftruppen könnten Afghanistan 2013 verlassen

Amerikas Kampfeinsatz in Afghanistan soll im kommenden Jahr womöglich enden, heißt es laut Medienberichten. Bisher war nur bekannt, dass die USA bis zum Herbst etwa ein Viertel aller Truppen abziehen.

US-Verteidigungsminister Leon Panetta auf dem Flugzeugträger USS Enterprise Reuters

US-Verteidigungsminister Leon Panetta auf dem Flugzeugträger USS Enterprise

Washington/Brüssel Die USA wollen ihren Kampfeinsatz in Afghanistan Ende nächsten Jahres beenden. „Unser Ziel ist es, den Übergang 2013 abzuschließen,“ sagte US-Verteidigungsminister Leon Panetta am Mittwoch vor Journalisten auf dem Weg zu einem Treffen mit Nato-Ressortkollegen in Brüssel. Er hoffe, dass die US-Streitkräfte „Mitte oder gegen Ende 2013“ auf eine Berater- und Ausbilderrolle umschwenken könnten, sagte Panetta.

Bislang war nur bekannt, dass die USA bis zum Herbst dieses Jahres 22 000 ihrer rund 90 000 Soldaten am Hindukusch abziehen wollen. Bis Ende 2014 sollen alle US-Truppen das Land verlassen haben.

Zugleich betonte Panetta, dass die auf dem NATO-Gipfel von Lissabon beschlossene Strategie zur Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die afghanischen Kräfte bis Ende 2014 «respektiert» werden müsse. Die Partnerländer seien gemeinsam nach Afghanistan gegangen und müssten es auch gemeinsam verlassen, sagte der Minister.

Dem Jahr 2013 maß Panetta eine „entscheidende“ Bedeutung bei, da dann in den letzten Regionen die Sicherheitsverantwortung an die Afghanen übergeben werde. Dieses Jahr müssten die Fortschritte der internationalen Truppen im Kampf gegen die Taliban sowie wachsende Leistungskraft der afghanischen Sicherheitskräfte gestärkt werden, sagte er.

Die Verteidigungsminister der 28 Nato-Staaten wollen sich am Donnerstag Klarheit über das Datum für den Rückzug der Nato-Kampftruppen aus Afghanistan bemühen. Dabei wird es nach Angaben von Diplomaten vor allem um die überraschende Mitteilung des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy gehen, die Soldaten sollten sich bereits bis Ende 2013 aus den Kampfaufgaben zurückziehen. Das ist ein Jahr früher als bisher vereinbart.

Die Minister wollen auch über die Pläne für eine Raketenabwehr in Europa sprechen. Die ersten Teile des Abwehrsystems sollen trotz scharfer russischer Kritik beim nächsten Nato-Gipfel im Mai in Chicago offiziell für einsatzbereit erklärt werden.

Kommentare (1)

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02.02.2012, 08:57 Uhr

Und was dann? Ab 2014 sind die Taliban an der Macht. Wetten dass - dann alles umsonst war!

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