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23.09.2014

06:52 Uhr

Pentagon

USA starten Luftangriffe in Syrien

Die US-Streitkräfte haben mit der Bombardierung von Stellungen der IS in Syrien begonnen. An der Militäroffensive mit Kampfjets, Bombern und Raketen seien auch „Streitkräfte verbündeter Nationen“ beteiligt.

Einsatz in Syrien

USA fliegen Luftangriffe auf IS-Stellungen

Einsatz in Syrien: USA fliegen Luftangriffe auf IS-Stellungen

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WashingtonDie USA haben mit Verbündeten Angriffe gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien begonnen. Das US-Militär und die Streitkräfte von Partnerländern hätten die Extremisten mit einem Mix aus Kampfjets, Bombern und Tomahawk-Marschflugkörpern angegriffen, teilte Pentagonsprecher John Kirby am Montagabend (Ortszeit) mit.

Die Entscheidung für die Angriffe sei von US-Präsident Barack Obama als Oberbefehlshaber der Streitkräfte gekommen. Dieser habe den Kommandeur des US-Zentralkommandos in Tampa (Florida) autorisiert, die Angriffe in Syrien zu beginnen.

Erste Berichte von schweren Explosionen in Al-Rakka

Nach Informationen der „Washington Post“ handelt es sich bei den Verbündeten um Saudi-Arabien, Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain. Diese seien „volle Teilnehmer“, zitierte das Blatt einen namentlich nicht genannten Angehörigen des Militärs. Details nannte er nicht, da die Länder selbst entscheiden müssten, inwieweit sie ihre Rolle öffentlich machen wollten. Zuletzt hatte US-Außenminister John Kerry versucht, Staaten im arabischen Raum für Angriffe gegen IS an Seite der USA zu gewinnen.

Mitstreiter und Gegner der USA im Kampf gegen den Terror

Iran

Iran: Teheran ist sowohl Gegner als auch Mitstreiter der USA. Einerseits kann der Iran eine Militäroperation des Erzfeindes in der eigenen Nachbarschaft nicht einfach absegnen. Andererseits handelt es sich beim IS um einen gemeinsamen Feind.

Ägypten

Auch Ägypten nahm an der Anti-Terror-Konferenz in Dschidda teil. Der Kampf gegen den IS könnte Kairos Beziehungen zum Westen verbessern, die unter dem Sturz von Präsident Mohammed Mursi durch das Militär vor mehr als einem Jahr gelitten haben.

Katar

Katar könnte eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, Finanzquellen der Extremisten auszutrocknen. Kritiker werfen dem Land vor, Radikale dürften dort unbehelligt Geld für Dschihadisten sammeln. Die Regierung weist das zurück.

Jordanien

Auch Jordanien hat den IS vor der Haustür. Anhänger der Miliz kontrollieren Teile Iraks und Syriens, die unmittelbar an das Königreich grenzen. Auch der einzige Grenzübergang zwischen Irak und Jordanien ist in IS-Händen. Jordanien hat daher eine Taskforce gegen IS-Angriffe gegründet. In der von Amerika geführten Anti-IS-Koalition könnte das Land zum Operationszentrum werden.

Saudi-Arabien

Das Königreich ist einer der wichtigsten US-Partner. Am Donnerstag trafen sich mehrere Länder in der Hafenstadt Dschidda, um über den Kampf gegen den Terrorismus zu beraten. Weil der IS auch an der Grenze zwischen dem Irak und Saudi-Arabien steht, fühlt sich Riad massiv bedroht.

Irak

Kerry reiste zum Auftakt seiner Tour nach Bagdad. Der Irak wird die Hauptlast im Kampf gegen den IS tragen müssen, weil vor allem die Soldaten der Regierung und kurdische Einheiten am Boden gegen die Extremisten kämpfen müssen. Zugleich muss es der neuen Regierung von Ministerpräsident Haidar al-Abadi gelingen, die Sunniten im Land auf ihre Seite zu ziehen - nur so würde der IS seine starke Unterstützung in den sunnitischen Teilen des Landes verlieren.

Türkei

Westliche Länder haben der Türkei vorgeworfen, Extremisten dürften die Grenze zu Syrien ungehindert passieren. Zuletzt attestierte das Pentagon der Regierung jedoch, sie gehe stärker gegen Dschihadisten vor. Dennoch unterstützt Ankara die USA nicht mit voller Kraft. Den Luftwaffenstützpunkt Incirlik will sie nur für humanitäre Hilfsflüge freigeben. Ankara ist in einer schwierigen Lage, weil der IS im Nordirak 49 türkische Diplomaten festhält.

Nato

Zehn Staaten zählen bislang zum Anti-Terrorbündnis der USA, darunter die Nato-Länder Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Dänemark, Kanada und die Türkei. Auch Australien hat sich der Koalition angeschlossen. Deutschland will Waffen an die Kurden im Nordirak liefern, London hat das bereits getan. Frankreich hat mittlerweile Bombardements gestartet.

Syriens Regierung war nach eigenen Angaben vor dem Beginn der Luftangriffe von Washington informiert worden. Die Vereinigten Staaten hätten den syrischen Uno-Botschafter vorab ins Bild gesetzt, erklärte das Außenministerium in Damaskus. Die Regierung hatte gewarnt, dass jeder Angriff gegen IS-Stellungen auf syrischem Territorium ohne ihre vorherige Zustimmung als Attacke auf den syrischen Staat gewertet würde.

Bewohner der Stadt Al-Rakka im Nordosten des Landes berichteten auf Twitter von schweren Explosionen und wiederholten Überflügen von Militärflugzeugen. Al-Rakka ist eine Hochburg der selbst ernannten Dschihadisten. Auch CNN berichtete, dass Ziele in Al-Rakka attackiert worden seien. Weitere Ziele seien entlang der syrisch-irakischen Grenze attackiert worden.

Mit von See aus abgeschossenen Tomahawk-Marschflugkörpern habe der Angriff begonnen und sei dann mit Flugzeugen fortgesetzt worden, sagte ein hochrangiger Angehöriger des Militärs dem Sender. Zur genauen Zahl und dem Ort der Angriffe machte das Pentagon dagegen keine Angaben. „Da es sich um laufende Operationen handelt, sind wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht in der Lage, weitere Details zu liefern.“ Das Pentagon werde soweit angemessen mehr Informationen veröffentlichen.

Kommentare (15)

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Herr Woifi Fischer

23.09.2014, 08:30 Uhr

Ettore Greco.
Ob ich ihre Meinung vom Englischen ins deutsche richtig übersetzt habe, weiß ich nicht.
Aber was sie hier mitteilen ist sehr interessant.
Auch ich habe Zweifel an der der Berichterstattung über IS.

Danke
Nachricht, wie merkwürdig dass IS-IS bedrohtes Europa und die gesamte Welt aber nicht Israel ist, das nahe bei ihr ist.

Diese Maskerade geht an in dieses große Stadium, während die Zukunft aller Leute genau abhängt von, wie IS-IS, Al Qaeda und 9/11 beabsichtigt werden.

Ein neuer Weltapparat sollte die Fälle von 9/11 gänzlich nachforschen. Es gibt keine Notwendigkeit an einer anderen US Kommission, die vortäuscht nachzuforschen und die ist, warum sie eine externe Kommission nimmt. Auch eine zweite Untersuchung sollte gegen Senator John Mc Kain ausgestoßen werden, nachdem es aufgedeckt worden ist, daß er den Gründer von IS-IS getroffen hatte.

„Ist hier das Problem. Er [Sensor. John McCain] traf IS-IS, und ließ sein Photo machen und wußte nicht, daß es geschah zu der Zeit.“ - Sensor. Rand Paul (R-Ky.), in einem Interview mit dem täglichen Tier, Sept. 16.

Wie ist es möglich, von der allgemeinen Arena die Traitors der menschlichen Rasse zu entfernen?
Diese sind nicht einige der vielen unehrlichen Politiker oder der gerechten einfachen Verbrecher gerecht.
Sie verdienen eine Kategorie alle auf ihren Selbst.

Der Leiter von IS-IS ist daß das gleiche Abu Bakr Al-Baghdadi, das verbrauchte Zeit in einem US Gefängnis und in einer Sitzung mit Mc Kain, bevor 2009 freigegeben werden. Es scheint gerade von Hollywood die neue Strategie Schmierfilmbildung des entsetzlichen Enthauptens. Vor die tragischen Bilder übertrugen durch IS-IS sind nicht weniger großartig als jene Flächen, die auf Gebäuden ungefähr 13 Jahren zusammenstoßen. Eine Richtung des Schauspieles weit vertrauter zu einem Juden von Hollywood als ein Moslem von den Wüsten.

Herr Woifi Fischer

23.09.2014, 08:30 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Account gelöscht!

23.09.2014, 08:43 Uhr

Die Bombardierung eines fremden Landes ohne die Zustimmung der der Regierung ist ein nackter Akt militärischer Aggression und ein eklatanter Bruch des Völkerrechts. Assad hatte bekanntlich eine Kooperation mit den USA im Kampf gegen IS angeboten, die USA jedoch haben dieses Angebot zurückgewiesen.

Lieber arbeiten sie mit Regierungen wie der von Saudi-Arabien zusammen, die sich immer als Beschützer von Demokratie und Menschenrechten, Religionsfreiheit und Emanzipation der Frau erwiesen haben.

Niemand, der dieses Vorgehen der USA unterstützt, hat noch irgendein Recht, Russland im Zusammenhang mit der Ukraine und der Krim einen "Bruch des Völkerrechts" vorzuwerfen. Entweder das Völkerrecht ist ein Recht und gilt für alle ohn Ansehen der Person, oder es ist ein Steinbruch, aus dem man sich für die eigenen Propagandazwecke jeweils das Passende heraussuchen kann.

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