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31.12.2011

10:02 Uhr

Persischer Golf

Irans Marine dementiert Raketentest

Zunächst meldete die halbamtliche Nachrichtenagentur den Abschuss mehrerer Raketen im Persischen Golf. Nun widerspricht ein Militär-Befehlshaber: Der Test von Raketen werde erst in den nächsten Tagen erfolgen.

Durch die Straße von Hormus flossen 2009 etwa ein Drittel des weltweit über das Meer transportierten Öls. dpa

Durch die Straße von Hormus flossen 2009 etwa ein Drittel des weltweit über das Meer transportierten Öls.

Teheran/WashingtonDie Raketentests des Iran im Persischen Golf verzögern sich offenbar. Der stellvertretende Marine-Befehlshaber Admiral Mahmud Musawi sagte dem englischsprachigen Sender „Press TV“ am Samstag: „Der Test von Raketen wird in den nächsten Tagen erfolgen.“ Es sei der Abschuss von verschiedenen Raketentypen geplant.

Damit widersprach er Meldungen der halbamtlichen Nachrichtenagentur Fars, die zuvor berichtet hatte, dass der Iran im Rahmen eines zehntägigen Seemanövers am Samstag Langstreckenraketen getestet habe.

Die Islamische Republik hatte mit der Schließung der weltweit wichtigsten Ölhandelsroute gedroht, falls der Westen im Streit um das Atomprogramm des Iran wie angekündigt die iranischen Ölexporte mit Sanktionen belegt. Durch die Straße von Hormus flossen 2009 etwa ein Drittel des weltweit über das Meer transportierten Öls.

Währenddessen haben die USA einen Vertrag mit den Vereinigten Emiraten über die Lieferung von Abfangraketen bekannt gegeben. Das Milliarden-Abkommen sieht die Lieferung von zwei Werferbatterien mit 96 Raketen sowie Radaranlagen und Ausbildung vor. Das berichtete der Nachrichtensender CNN am Samstag.

Die USA modernisieren auch die Abfangraketensysteme Kuwaits und Saudi-Arabiens. Der Iran testet derzeit Raketen mit einer Reichweite von 2000 Kilometern. Nach iranischen Drohungen mit der Schließung der Meerenge von Hormus für den Ölhandel sind die Spannungen am Persischen Golf gestiegen. Die USA wollen den Handelsweg notfalls militärisch offenhalten.

Der Wert des am 1. Weihnachtstag geschlossenen Vertrages liegt bei 3,48 Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro). Die Raketen des Typs THAAD (Terminal High Altitude Area Defense) wurden für das Abfangen ballistischer Kurz- und Mittelstreckenraketen entwickelt. Sie tragen keinen Sprengsatz, sondern zerstören die angreifende Rakete mit der Wucht ihres Aufpralls.

Die THAAD-Raketen werden von Fahrzeugen aus abgefeuert und können dem Hersteller Lockheed Martin zufolge Raketen innerhalb wie außerhalb der Atmosphäre abfangen. Die dazu gehörenden Radarsysteme werden von Raytheon
geliefert.

Kommentare (3)

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31.12.2011, 13:03 Uhr

Sofern der Iran zu Verhandlungen bereit ist, sollten diese Möglichkeiten wahrgenommen werden. Allerdings ist Vorsicht angebracht. Problematisch wird es, wenn der Iran plötzlich eine Atombombe aus dem Hut zaubert. Daher sollte dem Iran unmissverständlich klargemacht werden, dass auch nur ein Angriff mit totaler Vernichtung beantwortet wird. Offen gesagt traue ich den Typen nicht. Meine Äußerung mag angstgeprägt sein, aber bevor die angreifen, würde ich doch dann eher dazu tendieren, den Iran sicherheitshalber in die Steinzeit zu bombadieren. Schön wäre es allerdings, wenn sich die Völker einfach mal vertragen könnten.

Account gelöscht!

31.12.2011, 13:10 Uhr

eines muss man den Amis lassen, ablenken können sie gut. Seit 2 Jahrzehnten kann die Wirtschaft Amerikas nur durch immer neue Kriege überleben. Immerhin ist die Schuldenbremse dann erst einmal passé, denn Krieg hat natürlich mehr Rechte. Und die Wiederwahl des Buschmanns Obama ist auch gesichert, da die Waffenindustrie im mittleren Westen der USA vom Krieg profitiert! Bush hat es genauso gemacht!!!

Einfach nur krank, dieses ganze System!

Ewiak

31.12.2011, 14:00 Uhr

Nicht nur der Iran ist auf den Krieg vor. Die Bibel sagt: "Und [der König des Nordens = Russland] wird in sein Land zurückkehren mit einer großen Menge Habe [1945], und sein Herz wird gegen den heiligen Bund sein [der staatliche Atheismus]. Und er wird handeln [dies bedeutet eine hohe Aktivität in der internationalen Arena] und in sein Land zurückkehren [1991-1993. Zerfall der Sowjetunion und des Warschauer Paktes. Die russischen Truppen zurück, um ihr Land]. Zur bestimmten Zeit [er] wiederkehren" (Daniel 11:28, 29a). Jetzt ist Russland wird zurückkehren. Es bedeutet auch - wirtschaftliche und geopolitische Erdbeben, den Zerfall der Europäischen Union und der NATO. Die russischen Truppen werden den vielen Ländern des ehemaligen Ostblocks zurückkehren.

Was kommt als nächstes? "Und wird eindringen in das Süden [Georgien]; aber es wird nicht [so] sein wie beim ersten Mal [1921] oder wie letztes Mal [2008]" (Daniel 11:29b). Dann werden die USA Russland angreifen (Daniel 11:30a).

Moses schrieb: "Und Schiffe [werden kommen] von der Kittim seite [Die United States Navy]. Und Assur [Russland] wird gedemütigt haben, und Eber [die restlichen Feinde, einschließlich Iran] wird gedemütigt werden" (4. Mose 24:24a).

Es wird ein Atomkrieg werden (Offenbarung 6:4). "Ein großes Schwert" = das nukleare Schwert. Das ist erst "der Anfang der Geburtswehen" (Matthäus 24:7, 8).

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