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06.05.2013

06:58 Uhr

Petersberger Dialog

Merkel tritt erneut als Klimakanzlerin auf

Der Klimaschutz steckt in einer Krise. Beim Petersberger Dialog wollen Vertreter von 35 Staaten beraten, wie sich die Erderwärmung auf zwei Grad begrenzen lässt. Greenpeace gibt Merkel eine Mitschuld an den Rückschlägen.

Als Bundeskanzlerin Angela Merkel 2007 den Eqi Gletscher bei Ilulissat in Grönland besuchte, sollte der Klimaschutz zu einem ihrer Kernthemen werden. dpa

Als Bundeskanzlerin Angela Merkel 2007 den Eqi Gletscher bei Ilulissat in Grönland besuchte, sollte der Klimaschutz zu einem ihrer Kernthemen werden.

BerlinKanzlerin Angela Merkel und Umweltminister Peter Altmaier (beide CDU) wollen an diesem Montag mit Vertretern von rund 35 Staaten über den stockenden Klimaschutz beraten. Im Fokus des vierten sogenannten Petersberger Dialogs steht unter anderem eine Anhebung des EU-Klimazieles bis zum Jahr 2020, um so neuen Schwung zu erzeugen. Aber besonders Polen wehrt sich wegen seiner vielen Kohlekraftwerke dagegen, das Ziel von 20 Prozent weniger Treibhausgasen im Vergleich zu 1990 auf 30 Prozent anzuheben.

Warschau ist Gastgeber der nächsten UN-Klimakonferenz Ende des Jahres, die mit dem Treffen vorbereitet werden soll. Da die Premiere auf dem Bonner Petersberg stattfand, heißt die Konferenz Petersberger Dialog. Merkel will zu Beginn eine Rede zum Stand des internationalen Klimaschutzes halten – Umweltschützer werfen ihr vor, dass sie sich in diesem Bereich nicht mehr ausreichend engagiere.

Bisher ist unklar, ob es tatsächlich gelingen wird, bis 2015 ein globales Klimaabkommen zu erarbeiten, das über 190 Staaten ab 2020 erstmals zu Minderungszielen verpflichten soll. Klimaexperten halten das 2010 gefasste Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, jetzt schon kaum noch für realisierbar. Auch in Europa gab es zuletzt eher Rückschläge statt Fortschritte. So führt der Preisverfall im Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten dazu, dass Kohlestrom lukrativ bleibt – selbst in Deutschland stiegen 2012 trotz mehr Wind- und Solarstrom die CO2-Emissionen um zwei Prozent.

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) betonte vor der zweitägigen Konferenz, es müsse deutlich werden, dass alle bereit sind, an dem geplanten Weltklimavertrag mitzuarbeiten. Beim Petersberger Klimadialog seien Länder vertreten, die insgesamt 80 Prozent der Treibhausgasemissionen verursachen.

Altmaier forderte die Regierung in Warschau auf, sich nicht weiter gegen ein ehrgeizigeres Klimaziel in der EU zu sperren. „Ich hoffe, dass wir am Ende einen Geist von Berlin sehen, der zeigt, dass es vorangeht“, sagte der Umweltminister. Ob das 2-Grad-Ziel noch zu schaffen sei, könne er nicht sagen: „Ich bin kein Wissenschaftler und ich hab auch kein Thermometer, auf dem man das ablesen kann“.

Kommentare (16)

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Account gelöscht!

06.05.2013, 07:55 Uhr

Und warum wird es immer kälter? CO2 soll doch angeblich für Erwärmung sorgen.

Greenpeace & Co., alles Betrüger. Das gilt auch und insbesondere für die BündnisGrünen in Deutschland. Die lassen die Regenwälder auf Borneo und Sumatra abholzen (Brandrohdung) damit dann Ölpalmen angepflanzt werden können. Das Palmöl kommt dann hier als Bio-Sprit in die Tanks.

vandale

06.05.2013, 07:58 Uhr

Faszinierend ist die Bezeichnung von Greenpeace als "Umweltschutzorganisation". Industrieverbände werden in dieser Zeitung dagegen gerne als "Lobbyverbände" bezeichnet.

Erfrischend ist es auch wenn dieser Konzern mit mehreren 100 Mio. Jahresumsatz ausgerechnet die "Klimakanzlerin" für das Scheitern der Oekosaga einer CO2 Klimahölle verantwortlich macht. Problematischer ist meines Erachtens das Wetter, dass sich nicht erwärmen mag und der Nordhalbkugel gerade wieder einen kalten Winter beschert hat.

Insgesamt haben sich fast alle Staaten ausserhalb Europas von der Oekosaga eines "Klimawandels" verabschiedet. Einige Staaten waren und sind ökoignorant wie Russland und Saudi Arabien, andere wie Kanada haben das Kyoto Abkommen offiziell gekündigt, oder nie unterzeichnet wie die USA. Viele Staaten wie China und Indien verhalten sich recht geschmeidig um die Europäer nicht zu verärgern. Mit der Wirtschaftskrise in Europa wird der "Klimawandel" auch zunehmend in Europa in Frage gestellt.

Mit Frau Merkel hat dies wenig zu tun.

Vandale

Account gelöscht!

06.05.2013, 08:02 Uhr

Am Klima etwas verbessern wollen und jeder soll zahlen....ist ja fast wie die absurde Diätbranche....."friss weniger und gesünder" kostet plötzlich mehr Geld :D Das ist alles nur noch krank.

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