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15.07.2012

22:01 Uhr

Petersberger Klimadialog

Merkel fordert neues Klima-Abkommen

In Berlin verhandeln ab Montag wieder 35 Staaten beim Petersberger Klimadialog. Kanzlerin Merkel will dort für mehr Tempo beim Klimaschutz eintreten. Sie fordert ein neues, verbindliches Abkommen.

Rauch aus den Schornsteinen eines chinesischen Kraftwerkes: 35 Staaten sind beim Petersberger Klimadialog in Berlin dabei. dpa

Rauch aus den Schornsteinen eines chinesischen Kraftwerkes: 35 Staaten sind beim Petersberger Klimadialog in Berlin dabei.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel und Umweltminister Peter Altmaier wollen am Montag mit Vertretern von 35 Staaten über mehr Tempo beim internationalen Klimaschutz beraten. Bei dem sogenannten 3. Petersberger Klimadialog soll vor allem die UN-Klimakonferenz im November in Katar vorbereitet werden.

Im Dezember war bei der Konferenz im südafrikanischen Durban der Fahrplan für einen bis 2015 geplanten Weltklimavertrag beschlossen worden, der nun konkretisiert werden muss. Dieser soll alle Länder verpflichten, konkrete Maßnahmen zur Verringerung klimaschädlicher Kohlendioxidausstöße umzusetzen. Merkel wird am Nachmittag zu den Teilnehmern des Petersberger Klimadialogs sprechen.

Bei dem Treffen soll auch geprüft werden, ob sich mit bisherigen Klimaschutzzusagen überhaupt noch das gemeinsame Ziel erreichen lässt, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. Zudem muss geprüft werden, ob Finanzzusagen für mehr Klimaschutz und Hilfen für besonders vom Klimawandel betroffene Länder noch einzuhalten sind. Altmaier, der im Mai Norbert Röttgen abgelöst hatte, sieht das zweitägige Treffen als eine wichtige vertrauensbildende Maßnahme.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält ein neues internationales Klima-Abkommen mit klaren Vorgaben für dringend notwendig. Die Vereinbarung müsse "bindend und sehr ambitioniert" sein, forderte die CDU-Vorsitzende am Samstag in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. Man dürfe die Jahre zwischen 2012 und 2015 "nicht einfach verstreichen lassen".

Zu den Inhalten eines neuen Abkommens sagte die Regierungschefin: "Das Oberziel heißt: Es muss vermieden werden, dass der Temperaturanstieg stärker als 2 Grad Celsius ist". Merkel sagte "harte Verhandlungen" voraus, insbesondere über die Frage, welche Region der Welt welchen Beitrag leisten muss.

Deutschland hat ihrer Auffassung nach eine Vorreiterrolle. Es gebe es eine Verpflichtung für die Länder, in denen ein guter Wohlstand aufgebaut worden sei, moderne, zukunftsfähige Umwelttechnologien auch den Schwellenländern zur Verfügung zu stellen. "Daran wird Deutschland weiter mitarbeiten", sagte Merkel.

Der sogenannte Petersburger Klimadialog findet zum dritten Mal statt. Er soll jeweils zur Jahresmitte die folgende UN-Klimakonferenz vorbereiten. Diese findet dieses Jahr in Doha (Katar) statt. Auf dem vorherigen Klimagipfel im südafrikanischen Durban Ende vergangenen Jahres hatten sich die UN-Staaten darauf verständigt, das bis Ende 2012 reichende Kyoto-Klimaprotokoll zu verlängern. Zudem soll bis 2015 ein Abkommen ausgehandelt werden, dem alle Staaten angehören sollen. Umgesetzt werden soll es ab 2020.

Kommentare (15)

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Durchblicker

15.07.2012, 22:43 Uhr

Was soll der Unsinn denüberhaupt noch? Das Klima wird immer kälter, Kälterekorde sogar im Sommer!
Sollen wir ganz verblödet werden und nicht merken wie wir ausgenommen werden? Jeder kann mittlerweile den Schwindel erkennen. www.eike-klima-energie.eu wird nicht von der Regierung oder Lobbygruppen finanziert.

Weichser

15.07.2012, 23:57 Uhr

Ich gebe Ihnen absolut Recht.
CO2 steigt, die Temperatur nicht. Es kann demnach über den Versuch die Temperatur zu senken, der CO2-Gehalt nicht verändert werden. Der anthropogene Einfluss des CO2s liegt global bei etwa 3%, bei Deutschland 0,0004..%. Man kann also alles abschalten, es wird sich nichts ändern.
Die geamte Energiewende ist ein einziges Fiasko.
Frau Merkel läuft einer schreienden Minderheit hinterher.
Wenn die Bevölkerung objektiv und umfassend aufgeklärt werden, bin ich überzeugt, dass ein ähnliches Wahlergebnis wie Stuttgart 21 herauskäme.

Account gelöscht!

16.07.2012, 06:13 Uhr

an dieser überflüssigen klimadiskusion wird deutlich das politik nichts mit dem wirklichen leben zu tun hat.
es ist lediglich ein schaulaufen für die 'dummen' wähler, schaut her wie 'grün' ich bin.

ich würde mir echt wünschen wenn die verantwortlichen auf dem boden der tatsachen arbeiten würden.

die umwelt kann geschützt werden aber das klima können die damen und herren genausowenig beeinflussen wie dern lauf der sonne sie verplempern nur geld.

ganz neben bei wenn wir in europa für ein reines gewissen nahrungsmittel in die benzintanks unserer autos kippen bedeutet das für menschen in afrika tod durch verhungern weil die sich ihr essen nicht mehr leisten können.

co2 für irgendetwas verantwowrtlich zu machen zeugt von purer unwissenheit. nur noch menschen die damit geldverdienen und politiker glauben noch an solche märchen

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